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Winzer

Das Wort Winzer leitet sich ab vom lateinischen "vinitor" (Weinbauer) und "vinum" (Wein) und bezeichnet denjenigen, der - in der Regel sein eigenes - Weingut bewirtschaftet. Darüber hinaus gibt es im deutschen Sprachgebiet noch regional gebräuchliche Begriffe, etwa Wengerter (Württemberg) oder Weinhauer (Österreich).

Die Ausbildung zum Winzer



In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört der Winzerberuf zu den landwirtschaftlichen Ausbildungsberufen und umfasst eine dreijährige Lehrzeit. An der Hochschule in Geisenheim besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Weinbau zusammen mit Önologie (Weinkellerwirtschaft) zu studieren. Nach der Ausbildung und drei weiteren Jahren Berufspraxis kann die Weiterbildung zum Winzermeister erfolgen. Wer anschließend nicht auf seinem eigenen oder dem Gut der Familie arbeitet, findet Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Kellereien, Genossenschaften, Labors, im Weinhandel oder mit entsprechender Zusatzausbildung als Sommelier. Wer den Winzerberuf erlernen will, sollte einige Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehören Interesse am Wein allgemein, handwerkliches Geschick, körperliche und geistige Fitness, Kreativität und vor allem ein guter Geruchs- und Geschmackssinn.

Die Aufgaben des Winzers


Wie ein "normaler" Bauer sich um die Kultivierung, Pflege und Ernte von Getreide, Gemüse etc. kümmert, tut dies der Winzermit den Reben auf seinem Weingut. Er beschneidet regelmäßig seine Reben, versucht, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten bzw. zu verbessern und im Ernstfall Schädlinge zu bekämpfen. Nach der Lese ist er für den Ausbau des Weins oder Sekts (Lagerung, Gärung usw.) und schließlich für die Vermarktung und den Absatz zuständig. Für den Ausbau im Weinkeller ziehen manche Weinbauern auch studierte Önologen zu Rate.

Viele Weinbauern betreiben einfach nur den Anbau und die Ernte, um ihre Trauben dann an große Kellereien zu verkaufen, die den weiteren Ausbau und den Vertrieb übernehmen. Geläufig ist auch der Zusammenschluss kleinerer Weingüter zu Winzergenossenschaften, die rationellere Betriebsabläufe und bessere Absatzchancen auf dem Markt gewährleisten.