A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z

James Suckling

James Suckling, geboren 1958 in Los Angeles, ist ein amerikanischer Kritiker, der sich hauptsächlich mit den Themen Wein und Zigarren befasst. Nach seinem Studium der politischen Wissenschaften und des Journalismus arbeitete er zunächst für eine Zeitung als Kriminalreporter. Sein Interesse für Wein wurde schließlich durch den Einfluss seines Vaters geweckt.

James Suckling und der Wine Spectator

1981 begann er in San Diego seine Tätigkeit für den Wine Spectator. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Magazin nur ein paar Hundert Abonnenten an der Westküste der USA. 1985 wurde er mit der Etablierung der Zeitschrift in Europa betraut und ging nach Paris, später nach London und in die Toskana. Bis zum Jahr 2010 leitete Suckling das europäische Büro des Wine Spectator, Amerikas meistgelesener Weinzeitschrift, in Paris und war dort verantwortlich für die Verkostung vor allem von Weinen aus dem Bordeaux und Italien.

Heute geht James Suckling seine eigenen Wege

Nach seinem Abschied vom Wine Spectator gründete Suckling sein eigenes Internetportal. Er konzentriert sich in puncto Wein weiterhin auf sein Spezialgebiet Bordeaux und Italien, widmet sich mit gleichgesinnten Kennern aber auch der Champagne, Neuseeland und Australien, Argentinien, Chile und Kalifornien. Parallel veranstaltet er attraktive und angesehene Wein-Events, darunter die bekannten Bellissimo Brunello Tastings in Amerika sowie Luxusverkostungen in Asien. Dort hat er sich durch seine Mitarbeit an diversen Ausgaben der Zeitschrift "Asia Tatler" mittlerweile ebenfalls einen hervorragenden Ruf erworben. Alles zusammengenommen genießt Suckling heute den Ruf eines der bekanntesten und angesehensten Weinkritiker der Welt.

Seine Einstufungen erfolgen auch auf der 100-Punkte-Skala, die fast alle amerikanischen Kritiker verwenden. Seine eigene Aussage zu den hoch bewerteten Tropfen zeugen aber von einem gewissen Humor und einer Ungezwungenheit, die in der Branche nicht gerade alltäglich ist. So behauptet er von allen Weinen, die in seiner Listung mehr als 90 Punkte erreichen, man könne sie getrost kaufen, denn er selbst trinke sie gerne. Die übrigen zwischen 95 und 100 Punkten seien dagegen "Must-buys".