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Wine Spectator

Das Magazin Wine Spectator wurde im Jahr 1976 mit Sitz in New York gegründet. In den USA ist es neben Robert Parkers Wine Advocate die bedeutendste Instanz für Weinkritik und -bewertung und hat dort nahezu drei Millionen Leser. Durch seine globale Verbreitung gehört die Zeitschrift aber zu den führenden und einflussreichsten Publikationen zum Thema Wein überhaupt. Viele bekannte Journalisten und Kenner, zum Beispiel James Suckling, schrieben regelmäßig oder periodisch für den Spectator. Jedes Jahr erscheinen 15 Hefte mit nahezu 1.000 Verkostungsnotizen. Die Notizen sind mittlerweile über eine kommerzielle Datenbank und eine App auch online abzurufen.

Das Top-100-Weinranking des Wine Spectator



Das Magazin setzt bei der Bewertung auf eine 100-Punkte-Skala, wie sie von anderen Kritikern und Institutionen bekannt ist. Außerdem wird für jedes Jahr nach dem sogenannten Grand Tasting eine Top-100-Liste der besten Weine veröffentlicht. Auf Grund des Renommées und der Reichweite der Zeitschrift kommt es häufiger vor, dass Weine aus den Top 100 nach der Publikation des Rankings ihre Preise verdoppeln und manchmal sogar verdreifachen können. Der Spectator bietet aber nicht nur die Bewertungen einzelner Weine, sondern auch Hintergrundinformationen über ganze Regionen und detaillierte Berichte über jeweils aktuelle Jahrgänge verschiedener Weinanbaugebiete. Hinzu kommen Reportagen über Restaurants, Küchenchefs, Essen im allgemeinen sowie Weinlokale.


Das Bewertungssystem des Wine Spectator

Anders als etwa bei Robert Parker und seinem Wine Advocate beginnt die Skala des Spectator erst bei 70 bis 79 Punkten ("durchschnittliche Weine"). Weine unter 70 Punkten sind nach dem Urteil des Magazins "nicht empfehlenswert". Anschließend geht es in Fünfer-Schritten weiter bis zu den "Klassikern und großartigen Weinen" mit 95 bis 100 Punkten. Die Verkostungen erfolgen grundsätzlich blind. Auf der Webseite der Zeitschrift kann man sich Videos über die aufwändige Vorgehensweise bei den Tests ansehen. Der Spectator beschreibt aber nicht nur teure, sondern auch erschwingliche Weine, die ein besonderes gutes Preis-/Leistungsverhältnis aufweisen.