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Trinkreife

Manche Weine müssen jung getrunken werden, manche brauchen eine lange Lagerung um ihr Potenzial zu entfalten. Wann die Trinkreife erreicht ist, lässt sich für Laien oft nicht nachvollziehen. Hier hilft eine kompetente Beratung von Kennern und Händlern. Es gibt aber auch Weintrinker, die sagen, ein Wein ist trinkreif, wenn er schmeckt. Das ist selbstverständlich nicht falsch. Aber wenn jemand zum Beispiel einen großen Bordeauxjahrgang zu früh öffnet, kann er durchaus eine herbe Enttäuschung erleben und mit seiner Hoffnung auf ein spannendes Weinerlebnis auch viel Geld begraben.

Für die Trinkreife gibt es unterschiedliche Faktoren

Handelt es sich um einen Weiß- oder Rotwein? Wie wurde er gelagert? Dunkel und kühl oder im Flaschenregal in der Küche unter Sonneneinwirkung? Wie gut ist die Flasche verschlossen? Handelt es sich um eine normal große Flasche, eine Magnum oder noch größer? Die Liste ließe sich noch um einige Punkte erweitern. Die meisten fruchtigen, frischen Weißweine beispielsweise sollten jung getrunken werden, spätestens nach zwei oder drei Jahren. Edelsüße Tropfen wie Trockenbeerenauslese oder Eiswein dagegen haben ein langes Lagerpotenzial. Große Jahrgänge aus dem Burgund, aus Bordeaux und anderen bekannten Weingütern verlangen geradezu eine lange Lagerung.

Die meisten Weine erreichen ihre Trinkreife früh

Dementsprechend sollten sie jung getrunken werden. Erfahrung macht klug. Zu empfehlen ist zum Beispiel der Kauf von zwölf nicht allzu teuren Flaschen und diese dann einzeln in regelmäßigen Abständen zu öffnen. Bei diesem Experiment kann es durch nützlich sein, sich Notizen zu machen, welchen Eindruck die jeweilige Flasche vermittelt.