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Transvasierverfahren

Das Transvasierverfahren ist ein Prozess bei der Schaumweinherstellung, der die traditionelle Champagner-Methode mit der Méthode Charmat bzw. dem Tankgärverfahren vereint. In Frankreich spricht man häufig auch von der "deutschen Methode". Hierbei erfolgen die zweite Gärung sowie die Lagerung auf der Hefe zunächst in Flaschen. Anschließend wird der Wein in Großraumtanks umgefüllt und die Hefe herausgefiltert. Vor der endgültigen Abfüllung und Verkorkung der Flaschen wird die sogenannte Versand-Dosage in den Tank gegeben.

Vorteile beim Transvasierverfahren

Bei der Methode des Transvasierens (gleichbedeutend mit "umfüllen) reift der Schaumwein zunächst in der Flasche auf der Hefe. Allerdings entfällt das ständige Rütteln per Hand (Remuage) sowie das Entfernen der Hefe aus den Flaschen (Dégorgement). Dadurch verringern sich die Produktionskosten erheblich. Trotzdem gilt der Prozess als umständlich und bringt vor allem nicht den Qualitätssprung wie beim Champagner. In Europa wird daher nur selten damit gearbeitet, in Nord- und Südamerika findet das Transvasieren allerdings häufig für hochwertige Schaumweine Anwendung.

Transvasierverfahren auf Etiketten angeben

Mittels dieser Methode hergestellte Weine dürfen die Bezeichnung "Flaschengärung" auf dem Etikett tragen. In den USA lautet der Begriff "Bottle fermented". Verboten ist es allerdings, diese Weine als hergestellt nach dem "traditionellen" oder "klassischen" Verfahren zu deklarieren. Dies ist ausschließlich dem Champagner vorbehalten.