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Aperitif

Ein Aperitif (schweizerisch Apéro) ist ein in der Regel alkoholisches Getränk, das vor dem Essen serviert wird, um den Appetit anzuregen. Er dient aber ebenfalls dazu, die Wartezeit zu überbrücken, bis der erste Gang serviert wird oder alle Gäste eingetroffen sind. Unter diesem Gesichtspunkt erfüllt der Drink vorab auch eine bestimmte soziale Funktion. Das Gegenstück nach Beendigung eines Menüs heißt Digestif.

Getränke für den Aperitif

Die Art des Aperitifs hängt von unterschiedlichen Kriterien ab, zum Beispiel landestypischen Vorlieben wie Pastis in Frankreich, Campari in Italien oder Sherry in Spanien. Die Wahl kann sich aber auch am geplanten Menü orientieren. Champagner ist eine klassische Variante, wenn anschließend eine gehobene Küche auf den Tisch kommt, edle Meeresfrüchte und Fische, Trüffel oder Rinderfilet. Preiswerte, aber trotzdem prickelnde Alternativen sind Sekt, Prosecco und Weinschorle. Soll eine härtere Spirituose serviert werden, streckt man sie meist mit nichtalkoholischen Getränken zu Longdrinks, etwa Gin Tonic. Weitere bekannte Aperitfs sind trockene Martinis, Aperol-Variationen, Kir und Kir Royal oder Hugo.

Aperitif ist mehr als ein Drink

In romanischen Ländern gehören Aperitifs zum guten Ton. In Italien bezeichnet der Begriff "Aperitivo" nicht nur das Getränk, sondern auch die Sitte, sich abends mit Freunden und Arbeitskollegen zu Drinks und kleinen Speisen in Bars zu treffen. Die Spanier nennen dies "Tapeo", abgeleitet von den Tapas, die zum Alkohol gegessen werden. In Deutschland ist der Brauch des Aperitifs nicht so stark verbreitet, aber hier tritt langsam eine Veränderung ein. Bevorzugt werden leichte Weinschorlen, Schaumweine und auch ein gut gekühltes Bier.

Bei der Wahl des Aperitifs sollten alle Zutaten auf Milch- oder Eibasis wegen ihrer leicht sättigenden Wirkung vermieden werden. Viele Aperitifs sind herb und leicht bitter, um den Appetit anzuregen. Auf süße Cocktails oder Mixgetränke wird normalerweise verzichtet.