Tapas – spanische Lebenslust zum Weingenuss

Wein draußen unter der lachenden Sonne ist in allen Belangen eine feine Sache, wären da nicht kleine Fliegen, die das ein oder andere Mal den Weg ins kühle Nass suchen – also Ihr Glas zum Pool umfunktionieren. Mit einem einfachen Tipp können Sie sich der ungewollten Badegäste entledigen: Ein Deckel über der Öffnung Ihres Weinglases wirkt Wunder. Damit aber nicht genug; wie wäre es, wenn der Deckel zudem essbar wäre. Und warum nicht den Deckel mit schmackhafter Garnitur beschweren, sodass er nicht beim ersten Windstoß davon weht? 

Fertig ist der Tapas – ein farbenfroher Deckel aus wenigen Zutaten, der mit leichtem Genuss die Siesta bereichert. 

Tapas – machen Sie den Deckel drauf

Tapas gibt es in schier unendlicher Fülle und Form. Traditionell sind Tapas belegte Brotscheiben, die zu Wein oder auch Bier gereicht werden. Heutzutage werden die traditionellen Tapas oft flankiert von kleinen Schälchen mit allerlei Gemüse, Käse oder Fleisch. Positioniert in der Mitte des Tisches ergeben Tapas zudem ein herrliches Gemeinschaftsessen für ein gemütliches Beisammensein. Der Ursprung der Tapas reicht bis in die tiefe Vergangenheit Spaniens, zu Zeiten uralten Brauchtums, in denen alkoholische Getränke mit einem Deckel abgedeckt wurden – Tapa bedeutet schlicht Deckel. Beschwert mit Oliven und Sardellen, zwei typische Bestandteile der spanischen Küche, ging man sicher, dass der Deckel auch auf dem Glas verweilte. 

Seitdem haben sich Tapas stetig weiterentwickelt, sodass heute eine ganze Barkultur um die Tapas entstand. Kleine Cafés und Kneipen in Spanien reichen oftmals kleine Happen zum Getränk. Auf Bestellung gibt es aber auch eine Ración, ein reichhaltiges Mahl aus mehreren Tapas-Variationen. Im Sprachgebrauch hat sich folglich Tapas als Häppchen etabliert, die ursprüngliche Wortbedeutung Deckel ist gerade in Deutschland kaum geläufig. 

Traditionelle spanische Tapas Rezepte

Das Gute an Tapas: mit wenigen Zutaten lassen sich schnell leckere Appetithäppchen zaubern. Hier stellen wir Ihnen 7 der beliebtesten Tapas vor, die Sie mit wenigen Handgriffen und gerade einmal drei Zutaten zu Hause selbst zubereiten können. Salz, Pfeffer und Olivenöl sollten immer zur Hand sein. 

Der erste Schritt für alle Tapas sorgt für knusprige Brotscheiben. Einfach ein Baguette in Scheiben schneiden und kurz im Ofen anrösten lassen. Alternativ geht das auch in einer Pfanne. Beide Seiten für 2-3 Minuten rösten und fertig ist die knusprige Unterlage.

Tomaten-Knobi-Tapas: Man nehme das frisch geröstete Brötchen und reibt eine geschälte Knoblauchzehe über die Brotoberfläche. Dasselbe macht man mit einer Scheibe Tomate. Zusätzlich noch eine Scheibe Tomate in Stücke scheiden und über das Brot geben. Zum Schluss etwas Salz nehmen und über dem Tapas verteilen – fertig und lecker.

Tomaten und Knoblauch

Thunfisch-Oliven-Tapas: Einen Teelöffel Thunfisch auf das Brötchen geben, eine Tomatenscheibe drauflegen und Oliven mit einem Zahnstocher aufspießen. Ins Tapas stechen und schon ist der Thunfisch-Oliven-Tapas fertig.

Leckere Hochstapelei mit Tomaten, Oliven und Thunfisch

Lachs-Tapas: Etwas Ziegenfrischkäse auf das Brötchen schmieren, 2 bis 3 Halme Schnittlauch rüberstreuseln und ein Stück Lachs zusammengerollt drauflegen. Frisch und Fisch.

Frischer Fisch mit Schnittlauch

Dattel-Frischkäse Tapas: Erneut nehmen wir etwas Ziegenfrischkäse und verteilen ihn auf dem Brötchen. Nun 2 Datteln nehmen, kleinschneiden und über das Brötchen geben. Mit Rosmarin garnieren und den ausgiebigen Geschmack genießen.    

Maurischer Einfluss durch Dattel-Tapas

Peperoni Tapas: Eingelegtes Gemüse eignet sich hervorragend für farbenfrohe Tapas. Zum Beispiel Peperoni in Kombination mit Basilikum und einer Prise Salz. Zuerst die Peperoni der Länge nach aufschneiden, sodass man die Peperoni aufklappen kann. Ab damit auf das Brötchen, ein Basilikum Blatt drauflegen und mit Salz und Olivenöl garnieren.

Tapas sind häufig vegan – beispielsweise mit Peperoni und Basilikum

Anchovis-Tomaten-Tapas: Wieder einmal dient der Knoblauch als Grundlage des Tapas. Also eine Zehe nehmen und über das Brötchen reiben. Dann eine halbierte Tomatenscheibe darauf legen und zum Schluss eine Anchovi auf den Tapas geben. Salzig-fruchtig und fertig ist der Anchovis-Tomaten Tapas.         

Manchego Tapas: Queso Manchego ist ein spanischer und meist milder Schafskäse, der oft und gerne für Tapas mit Rotwein verwendet wird. Dafür einfach ein Stück Käse nehmen und auf das Brötchen legen. Mit kleingehacktem Rosmarin und Olivenöl vollenden und genießen.

Natürlich sind Ihnen bei der Kreation der Tapas keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie sich aus und entdecken Sie Ihren persönlichen Lieblings-Tapas.   

Wein und Tapas 

Traditionell gehört Tapas und Wein zusammen. So spezialisieren sich viele spanische Winzer auf ideale Tapas-Weine, die mit den vielfältigen Aromen und Stilen harmonieren. So reicht uns der Tapas Club gleich 3 Weine zum Tapas Essen. Ob Rot, Weiß oder Rosé, die Weine punkten auf ihre ganz eigene Weise beim gemeinschaftlichen Speisen.  

Das Weingut Enate aus dem Norden Spaniens verwöhnt Rotwein- und Tapas-Liebhaber mit dem Tapas Tempranillo. Der kirschrote und frisch-freche Rotwein bereichert das Mahl mit einem Bouquet aus Himbeeren und Kräutern.   

Aus der Bodegas Carchelo kommt “The Tapas Wine Collection”, ein Portfolio aus Muskateller Weißwein, Tempranillo Rotwein, dem Garnacha Rosé sowie dem geschmeidigen Verdejo Weißwein. So vielfältig eine mit Tapas gedeckte Tafel sein kann, so vielfältig sind die passenden Weine zu Tapas. Denn wo cremiger Käse, salziger Fisch und frisches Gemüse den Ton angeben, dürfen facettenreiche Weine nicht fehlen. 

Das Praktische: Mit einem Glas in der einen Hand und einem Tapas in der anderen, können Sie ganz einfach spanische Tradition wiederbeleben. Hierfür einfach das Tapas als Deckel auf das Glas legen und Siesta machen.     

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