Wein zu Lasagne ist Wein für den ganzen Tag

Freitag Abend – der ideale Moment, um zu überlegen, welche Speise das Wochenende garnieren sollte. Gratin? Nicht ganz, dennoch wird es dieses Mal ein Auflauf: Lasagne al Forno, auch bekannt als Lasagne Bolognese, auf jeden Fall klassisch mit Rinderhackfleisch. 

Das Gute an der frühen Entscheidung ist die viele Zeit, die man nun für die Lasagne aufbringen kann. Denn was eine richtige Bolognese ist, köchelt gut und gerne mal 5 Stunden und länger vor sich hin im Kochtopf. 

Doch eins nach dem anderen. Bevor wir uns in Schale werfen und anfangen zu schälen, braucht’s ein dem Essen würdigen Begleiter, der nicht nur in der Lasagne brilliert, sondern auch im Glas der Köche. 

Ein Wein zur italienischen Küche – Valpolicella

Im Keller angekommen wird der Geschmack gleich in die Ecke fruchtbetonter Rotweine aus Italien gelotst. Lasagne gehört ja zur typisch italienischen Küche (auch wenn so mancher Engländer aufgrund des Forme of Cury etwas anderes behaupten würde), also greifen wir beherzt zu einem typisch italienischen Tropfen. Valpolicella Ripasso von Sartori – intensive Farbe, vordergründige Frucht, leichte Gewürznote, ein Produkt der traditionellen Ripasso Technik aus Veneto. Hier durchlaufen die Valpolicella Trauben eine erneute Gärung auf dem Trester und machen den Wein aromatisch und geschmeidig. 

Die Zutatenliste komplementiert durch Sartori

Zutaten für Bolognese

Der Korken ist gezogen, somit ist die erste Zutat bereits zurechtgelegt. Es folgen:

Für die Bolognese:

– 2 Möhren

– ½ Stange Sellerie

– 2 Zwiebeln

– 4 Zehen Knoblauch

– 500 g Rinderhackfleisch

– 125 ml Milch

– Trockener Rotwein bsp. Ripasso Valpolicella DOC von Sartori di Verona

– 2 EL Tomatenmark

– 1 Dose gestückelte Tomaten, alternativ frische Tomaten

– 500 ml passierte Tomaten

– Butter

– Olivenöl

– Thymian

– Salz

– Pfeffer

– Oregano

– Majoran

– Lorbeerblätter

Der Beginn – die Bolognese

Nachdem nun das Küchenpersonal auf die kommenden Stunden am Schneidebrett und Herd angestoßen hat, werden Gläser beiseite gestellt und das Gemüse geschält, geteilt und fein geschnitten. 

Etwas Olivenöl findet nun den Weg in eine Pfanne, gefolgt von einem ordentlichen Stück Butter. Die Hitze sollte nicht zu groß sein, sodass die Butter nicht verbrennt. 

Nun können die Möhren, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch in die Pfanne gegeben werden und für eine halbe Stunde glasig dünsten. 

Bunte Gemüsemischung am Dünsten

In der Zwischenzeit holen wir eine zweite Pfanne zur Hand und erhitzen diese auf größerer Flamme. Nachdem wir das Olivenöl hinzugegeben und es auf Temperatur gebracht haben, geben wir das Rinderhack dazu und braten es an. 

Hat es die gewünschte Farbe erreicht, geben wir einen guten Schuss Wein hinzu und warten, bis dieser aufgekocht wurde. 

Daraufhin geben wir die Milch in die Pfanne und lassen diese ebenfalls aufkochen.

Zum Schluss nehmen wir die gestückelten Tomaten und etwa die Hälfte der passierten Tomaten zur Hand und geben diese zu dem Hack. Köcheln lassen und sich nun wieder der ersten Pfanne widmen.

Nach mehrmaligem Umrühren und etwa 30 Minuten Dünstzeit werfen wir die 2 EL Tomatenmark in die Pfanne mit dem Gemüse und lassen dies für ein paar Minuten braten. 

Dann das Gemüse mit einem ordentlichen Schuss Rotwein ablöschen, reduzieren lassen und mit den restlichen passierten Tomaten auffüllen. 

Mehrmaliges Ablöschen fördert die Intensität

Nun können beide Pfannen in einem Topf oder einer größeren Pfanne vermengt werden.

Jetzt die Gewürze nach Geschmack und ein Stück Butter beigeben.

Je länge gekocht, desto aromatischer die Bolognese

Dieser Mix darf nun erstmal köcheln, ob 30 Minuten oder 5 Stunden ist jedem selbst überlassen. Wir haben auf jeden Fall Zeit mitgebracht und mehrere Flaschen des Sartori Valpolicella Ripasso. 

Ein perliger Wein zur Lasagna – Lambrusco

Jetzt sprechen wir die ganze Zeit bereits von Wein und Lasagne, haben bisher aber nur Bolognese und Wein in Verbindung verkostet. Italienische Bekannte schwören auf Lambrusco zur Lasagne und schwärmen von der üppigen Frucht und dem prickelnden Finale, das der Kombination aus Tomate, Käse und Bechamel Finesse geben. 

Wir greifen hierbei auf die Schätze der italienischen Region Emilia Romagna zurück: Lambrusco Emilia Frizzante. Ein prickelnd-fruchtiger Spaß im Glas, der durch seine angenehme Süße die Säure der Bolognese mindert, während das Aroma nach reifer Kirsche stärker zum Vorschein kommt. Ideal gekühlt bei etwa 12 ° C ist der Lambrusco Rosso Emilia von der Cantine Riunite eine echt spannende Empfehlung.  

Die Bolognese hat sich in der Zwischenzeit gut entwickelt, kann nach jetzt 5 ½ Stunden vom Herd genommen werden und etwas an der frischen Luft abkühlen. Es ist Zeit, die nächsten Zutaten bereitzulegen. 

Die Lasagne: Wein und Zutaten 

Bevor wir anfangen, die Schichten der Lasagne zu stapeln, braucht’s vorher noch die cremige Béchamelsoße.

Bèchamelsoße Rezept

Dafür bedarf es:

– 100g Butter

– 100g Mehl

– ½ -¾ L Milch

– Muskat

– Salz

– Pfeffer

Bei der Zubereitung der Béchamelsoße hat man keine Zeit, etwas anderes zu tun. Ständiges Rühren nimmt sämtliche Aufmerksamkeit in Anspruch, die eine Person aufbringen kann. Dafür ist die Soße aber auch verhältnismäßig schnell gemacht.

Man gibt zuerst die Butter in einen Topf und lässt sie langsam auf mittlerer Hitze schmelzen. 

Nun gibt man das Mehl hinzu und fängt mit einem Schneebesen an, das Mehl in die Butter zu arbeiten. Sobald es anfängt zu klumpen, geben wir einen Schuss Milch in den Topf. Wieder rühren, wieder etwas Milch, wieder rühren und so weiter, bis entweder die Milch alle oder die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Hitze reduzieren und die Béchamelsoße nach Geschmack mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen – fertig ist die herrlich geschmeidige und leckere Zwischenschicht für unsere Lasagne.

Rühren, rühren und nochmals rühren

Lasagnen-Hochstaplerei

Nachdem nun sowohl die Bolognese wie auch die Béchamelsoße fertig sind, geht’s nun an den letzten Schritt: die einzelnen Komponenten der Lasagne zu stapeln. 

Dafür brauchen wir noch:

– etwas Butter

– Lasagne-Nudelplatten

– Parmesan

– Mozzarella

– Muskat

Man nehme eine Auflaufform und schmiere sie mit Butter ein. 

Dann nehmen wir die ersten Lasagneplatten und legen sie auf den Boden der Auflaufform.

Jetzt kann nach Lust und Laune gestapelt werden. Mal etwas Bolognese, dann wieder Béchamel, dann etwas Käse, eine weitere Schicht Lasagneplatten – wie oft man das wiederholt oder wie voluminös die Schichten sein sollen, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.

Gestapelt, bestreut, bereit für den Ofen

Wichtig ist nur die Käseschicht am oberen Ende der Lasagne. Einfach deftig überstreuen und mit ein paar Butterflocken garnieren.

Ist die Hochstaplerei beendet, stellen wir die Auflaufform für etwa 45 Minuten in den Backofen bei circa 180°C Ober/Unterhitze. Sollte der Käse nach einiger Zeit schwarz werden, kann man mit einer Alufolie die Lasagne abdecken und sie bis zum Ende im Backofen lassen.

Zu Tisch: Lasagne und der passende Wein

Kaum hat die Küchenuhr zur Mahlzeit gerufen, gesellen sich alle um den Tisch herum. Mit etwas Fingerfertigkeit landen herrlich quadratische Stücke Lasagne auf allen Tellern. Passend dazu gibt’s den Riunite Lambrusco, der mit seinem satten Kirsch-Aroma und gaumenschmeichelnder Süße ideal von der leichten Säure der Lasagne profitiert. So gleichen sich die Säure und Süße gegenseitig etwas aus, wohingegen die Frucht des Weins verstärkt wird. 

Dasselbe gilt auch für den Ripasso Valpolicella, dessen kräftige Würze und fruchtige Note dank der Lasagne von unseren Geschmacksknospen stärker wahrgenommen werden.

Unsere Weinempfehlung zu Lasagne:

Der Ripasso Valpolicella DOC von Sartori di Verona und Lambrusco Rosso Emilia IGT aus der Cantine Riunite.

Ob nun der Kopf nach etwas Perligem steht oder es unseren Gaumen nach einem kräftigen Rotwein dürstet – der passende Wein zu Lasagne ist Geschmackssache. Empfehlen können wir jedoch Lambrusco und Valpolicella allemal.

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