J. Hofstätter – Tramin / Südtirol

Alpenländische Burgen, Schlösschen und Herrensitze thronen auf sanften Kegeln und Bergterrassen vor schroffen Felswänden und bieten dem Auge Orientierung im saftigen Grün des Etschtales. Gewaltige Gletscher haben hier vor Urzeiten eine breite Schneise in das porphyrhaltige Bergmassiv zwischen Ortlergruppe und Dolomiten gefräst und sowohl einen Wasserlauf, die Etsch, wie bei Kaltern den gleichnamigen See geschaffen, der sich aus Grundwasser speist. An den Flanken bildeten sich Lehmböden aus, in deren Ausläufern sammelte sich vornehmlich Geröll, und die Talsohle füllte sich meterhoch mit Schwemmland. So wurde vor Jahrtausenden geologisch angelegt, was die Kulturlandschaft bis heute prägt.