Der Weinkönig Sardiniens: Ferruccio Deiana

Als Sohn eines Winzers hat Ferruccio Deiana nach dem Studium der Oenologie  in vielen Weinbauregionen Süditaliens gearbeitet und sich fortgebildet. So hat er viele Kellereien und Winzer kennengelernt. Als Berater begann er bald auch mit umfangreichen Projekten und Neueinrichtungen von Kellereien und hat sich intensiv mit der Technologie der Kellerwirtschaft und den neuen Maschinen beschäftigt. Gerade in Sardinien wurden einige Kellereineubauten von ihm projektiert, geplant und mit den modernsten Kellermaschinen eingerichtet.

Erst 1991 – im Alter von fast 45 Jahren – hat Ferrucio Deiana beschlossen sich dem Familienweingut zuzuwenden. Mit der Professionalität eines inzwischen erfahrenen Beraters, mit der Verwurzelung in seine Erde und seine Weinberge und der Leidenschaft eines typischen Sarden hat er das elterliche Weingut von Grund auf neu gestaltet. Nur noch wenige der insgesamt 35 Hektar Rebanlagen sind aus der Zeit vor 1991 übrig geblieben, aus dem alten Bauernhaus mitten in den Weinbergen zwischen Settimo San Pietro, Sibiola und Su Leunaxi entstand eine der modernsten und architektonisch gelungensten Kellerei der gesamten Insel. Wen wundert es, dass man in der Weinwelt Italiens mit großer Spannung auf seine ersten Weine gewartet hat. Die ersten Jahrgänge wurden teilweise noch im Fass verkauft, bis die Reben älter waren und die Weine seinen eigenen, sehr hoch gesteckten, Ansprüchen genügen konnten. Mit seinem Cuvée „Ajana“ (das ist die umgangssprachliche Form seines Familiennamens) stieß er sofort in die Riege der sardischen Kultweine auf (3 Gläser Gambero Rosso für den 2002er), der Vermentino “Donnikalia“ und der Monica “Karel“ gehören – neben dem reinsortigen Cannonau “Sileno“ – inzwischen zu den am höchsten eingeschätzten Weinen auf der ganzen Insel.

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