Ein Glühwein, swei Glühwein, Rei Lühwein…

Jetzt wo der Winter zurückgekehrt ist (oder endlich mal da ist!) schmeckt der Glühwein auch wieder besser. Mit einem vollen Becher in der Hand fühlt es sich so herrlich warm an, das Schneechaos scheint vergessen und an die Diät-Vorsätze von 2016 wird auch nur noch halbherzig gedacht. Dabei war es doch nur ein Glühwein. So stellt sich bei vielen die Frage: Macht warmer Alkohol bzw. Glühwein automatisch schneller betrunken? Gluehwein-mythos

Wenn ich meine persönliche, äußerliche Wahrnehmung nach einem Glas Roséwein mit der nach einem Becher Glühwein vergleiche, stelle ich definitiv eine Änderung fest. Jetzt kann man mutmaßen, dass das an dem Wärmeunterschied, der Trinkgeschwindigkeit, meiner Körpergröße von 1,58m oder dem Inhalt meines Magens liegt. Doch wie sieht es mit wissenschaftlichen Beweisen aus?

Mythos 1: Von Glühwein wird man schneller betrunken

Ein beschwipstes Gefühl oder gar ein Rausch tritt erst ein, wenn der getrunkene Alkohol in die Blutbahn gelangt ist. Dabei gelangt bereits eine geringe Menge durch die Magenschleimhaut ins Blut. Der Großteil wird über die Schleimhaut des Dünndarms übertragen. Daraus kann man schlussfolgern, dass je schneller der Alkohol in den Darm gelangt, man auch schneller betrunken wird.  Da Glühwein, wie der Name schon sagt, generell warm getrunken wird, wird er vom Körper auch schneller in den Magen geleitet; denn kalte Getränke bleiben so lange im Magen, bis sie die optimale Körpertemperatur erreicht haben.

Erschwerend hinzu kommt, dass Hitze die Durchblutung des Magen-Darm-Trakts anregen und so in vergleichsweise kürzester Zeit mehr Blut durch die Gefäße im Magen- und Darmschleimhaut fließt und der Alkohol schneller und in größeren Mengen resorbiert werden kann. Ausschlaggebend hierfür ist auch der hohe Zuckergehalt im Glühwein.

Deshalb empfehle ich lieber echten Winzer-Glühwein als den warmen süßen Stoff aus dem Tetrapack. So oder so: Stimmt der Mythos!

Mythos 2:  Glühwein wärmt mich

Nun sind langsam die untypischen, fast frühlingshaften Temperaturen im Dezember vorbei und der Januar beschert uns endlich den langerwarteten Schnee. Da liegt es doch nah sich mit einem Glühwein die Kälte zu vertreiben. Wer einen Becher Glühwein getrunken hat, merkt schnell dieses wärmende Gefühl im Bauch. Das liegt, wie bei Mythos 1 beschrieben, an der angeregten Durchblutung und die Ausweitung der Gefäße. Doch dieser Effekt führt dazu, dass nach dem ersten Wärmeschub die vergrößerten Gefäße stärker auskühlen. So dass der Mythos zwar wahr, aber nicht langanhaltend ist.

Mythos 3: Glühwein macht dick

Vorsicht: Wer das neue Jahr mit einem Diät Vorsatz begonnen hat, sollte ab hier nicht mehr weiter lesen. Durch den schnell verwertbaren Zucker im Glühwein ist dieser eine wahre Kalorienbombe. 100ml von der süßen Kostbarkeit haben durchschnittlich 80 – 100 Kalorien. So kommt es bei einer Tasse normalem Glühwein zu runden 200 Kalorien. Aber da die Glühweinsaison relativ kurz ist, kann man hier ruhigen Gewissens eine Ausnahme machen und dafür lieber öfters die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen ;-).

https://mittelrheinweinkoenigin.de/2015/12/23/ein-gluehwein-swei-gluehweih-rei-luehwei/

http://www.kenn-dein-limit.info/news/artikel/aufwaermen-mit-gluehwein.html

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