Kürbis – das vielseitige Herbstgemüse und der passende Wein

Der Meteorologische Herbstanfang ist unwiderruflich da. Woran man dies merkt? Am Wetter? Nein, nicht zwangsweise! In den Auslagen der Gemüsehändler stapeln sich die Kürbisse und dies ist ein untrügliches Zeichen für den beginnenden Herbst.

Kürbis – der Gemüseallrounder

KürbissuppeKürbis ist ein unglaublich vielseitiges Gemüse! Man kann ihn schmoren, zu einem Püree verarbeiten, Ravioli damit füllen oder eine leckere Suppe kochen. Meine Großmutter hat ihn sogar mit Zucker und Zimtstange eingekocht und ihn den Enkelkindern als leckeren Nachtisch serviert. So vielseitig die Kürbisvariationen sind, so vielseitig sind die Weinkombinationen zu diesem leckeren Gemüse. Mit einer würzig bis scharfen Suppe gehen restsüße oder feinherbe Rieslinge und Gewürztraminer sehr gut. Zu einem Püree vom Kürbis mit pochiertem Kalbsfilet darf es auch mal ein trockener Muskateller aus Österreich sein.

Kürbis und was mir dazu einfällt

Ich wollte etwas anderes machen und die Form des Kürbisses erhalten und dabei eine klassische Variation interpretieren: Gebackener und geschmorter Honig-Hokkaidokürbis mit gratiniertem Ziegenkäse. Dazu passt der Deidesheimer Weißburgunder trocken 2014 von Martin & Georg Fußer ganz ausgezeichnet! Mit seiner verspielten Säure harmoniert er ausgezeichnet mit dem stumpfen, mehligen Aspekt des Kürbisses. Seine Honigmelonen- und Quittenaromen ergänzen sich wunderbar mit dem Thymian und Honig des Gerichtes. Ein insgesamt stimmiger Gesamteindruck. Beindrucken Sie doch Ihre Liebsten mit diesem einfachen Gericht!

Gebackener und geschmorter Honig-Hokkaidokürbis mit gratiniertem Ziegenkäse

Gebackener und geschmorter Honig-Hokkaidokürbis mit gratiniertem ZiegenkäseDer Hokkaidokürbis wird horizontal halbiert und die Kerne werden entfernt. Deckel und Boden werden um einen halben Zentimeter kürzer gemacht. Jetzt nimmt man die gewaschenen und entkernten Kürbishälften und legt sie in die Mitte des Backofenrostes. Dort backen die beiden Hälften, je nach Dicke, ca. 40 Minuten (Ober- & Unterhitze) bei 150°C. Jetzt die Hälften herausnehmen und abkühlen lassen.
Eine Hälfte in kleine Würfel schneiden und beiseite legen.
Die andere mit einem scharfen, kurzen Messer entlang der Schnittkante bis zum unteren Drittel in eine dünne Spirale schneiden. Jetzt den entstandenen Boden mit Salz und Pfeffer würzen. Die Spirale zu eine Rosette drehen und in den Boden legen. Darüber ein paar Flocken Butter verteilen und mit dem Honig beträufeln. Jetzt noch etwas frischen Thymian darüber streuen und in den Backofen bei maximaler Grillstufe angrillen.
Die angegarten Hokkaidowürfel mit Butter und Zucker in einer Pfanne anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu fein gehackte Kürbiskerne geben. Wenn es etwas abgekühlt ist, Kürbiskernöl hinzu geben und damit ein Bett auf einem Teller auslegen. Darauf den Kürbisboden mit der Rosette anrichten.
Die Ziegenkäsetaler mit braunem Zucker bestreuen und mit einer Lötlampe kross karamellisieren und auf der Rosette zusammen mit etwas Brunnenkresse und frischem Thymian anrichten. Das ganze Ensemble erneut mit Salz und frischem schwarzen Pfeffer abschmecken und heiß servieren!

Zutaten:

  • 1kg Hokkaidokürbis
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 5 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Brauner Zucker
  • 1 Ziegenkäsetaler
  • Kresse zum garnieren
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