Prunotto – eine wechselhafte Geschichte

Als die Winzer in einer kleinen Ortschaft nahe dem piemonter Alba 1904 auf die Idee kamen einen genossenschaftlich geführten Winzerbetrieb zu gründen, waren sie sich sicher nicht bewusst, dass knapp einhundert Jahre später einer der qualitativ hochwertigsten Produzenten lokaler Weine Italiens entstehen könnte. Die wechselvolle Geschichte von Prunotto schien schon vorbei zu sein, bevor die Genossenschaft “Ai Vini delle Langhe” ihren heutigen Namen annahm.

Weingut Prunotto – ehemals eine Winzergenossenschaft

In den 1920er Jahren kam es innerhalb der Genossenschaft zu Uneinigkeiten und trotz hervorragender Jahrgänge waren die Differenzen wohl unüberwindbar. Die Konsequenz war die vollständige Auflösung des Betriebes, da ein großer Teil der Winzer nicht mehr bereit war sein Lesegut zu liefern. Dann erschien der frisch liierte Alfredo Prunotto zusammen mit seiner Frau auf der Bildfläche und entschied sich mit vollem Tatendrang, die Überreste des einst genossenschaftlich geführten Betriebes zu kaufen und wieder auf Vordermann zu bringen. Nach viel harter und ergebnisreicher Arbeit hatte es Alfredo nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschafft, das piemontenser Weingut mit Fleiß und Schweiß zu einem international exportierenden Unternehmen aufzubauen. Ein weiteres Jahrzehnt später zog sich der Gründer von Prunotto in den wohlverdienten Ruhestand zurück und übergab das Weingut seinem Freund und Winzer, Beppe Colla, der zusammen mit seinem Bruder das Werk von Alfredo Prunotto fortsetzte. Mit steigenden Qualitäten und Renommee geriet Prunotto ins Blickfeld einer der bedeutensten Weinfamilien der Welt, den Antinoris. Diese übernahmen zuerst den Vertrieb für Prunotto, bis sie nach dem Ruhestand der Colla-Brüder das Weingut Prunotto voll übernahmen und es im Sinne des Gründers fortführen.

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