Prunotto Rotwein Italien – Barolo, Barbaresco, Barbera & Co.

Das heutige Weingut Prunotto hat seine Geburtsstunde im Jahre 1904 als es als Winzergenossenschaft „Der Weine aus Langhe“ gegründet wurde. Nach der ersten guten Ernte im Jahr 1905 folgten einige schwierige Jahre. Wirtschaftliche Engpässe und die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges führten schließlich zur Auflösung der Genossenschaft. Doch ein Mann der ersten Stunde des Weingutes, Alfredo Prunotto, war überzeugt, „Die Weine aus Langhe“ aus der Krise führen zu können. Vom Ehrgeiz gepackt, übernahm er gemeinsam mit seiner Frau Luigina das Ruder. Unter dem Namen „Prunotto“ wurden binnen kürzester Zeit erfolgreich Weine produziert und schon bald exportiert – zunächst nach Südamerika, später auch in die Vereinigten Staaten. Prunotto war eines der wenigen Unternehmen, das an die wirtschaftlichen Chancen der Neuen Welt glaubte.

1956 setzte sich Alfredo Prunotto zur Ruhe und gab das Weingut in die treuen Hände seines Freundes Beppe Colla, der gemeinsam mit Carlo Filiberti und später seinem Bruder Tino Colla einige erfolgversprechende Neuerungen vornahm. So unterteilte man den Besitz in verschiedene Produktionszonen mit dem Ziel, Top-Qualitäten für eine separate Vinifizierung individueller Crus wie den Barolo Bussia oder den Barbera d’Alba Pian Romualdo zu gewinnen. Darüber hinaus wurde in den 70er Jahren ein neuer Weinkeller in der Nähe von Alba, wo sich auch der heutige Firmensitz des Weingutes befindet, erbaut.

1989 knüpfte die Antinori-Familie erste geschäftliche Kontakte mit dem piemonteser Weingut. Zunächst übernahm das Traditionshaus aus der Toskana nur die Distribution, seit 1994 – mit Ausscheiden der Colla-Brüder aus dem Unternehmen – ist es direkt in die Produktionsprozesse involviert. An erster Stelle steht dabei immer, den von Alfredo Prunotto vorgegebenen Qualitätsstandard zu halten. Dies wird nicht zuletzt durch die Zielsetzung, nur eigene Trauben für die Weine zu verwenden und damit die Kontrolle über das Endprodukt zu verstärken gewährleistet. Das Projekt wurde federführend von Albiera Antinori, der ältesten Antinori-Tochter, begleitet. Bussia, Bric Turot, Costamiole und die Weinberge, welche die Trauben für Mompertone und Bricco Colma liefern, zählen heute zu dem 50 Hektar umfassenden Besitz. Ausgestattet mit modernster Technologie bewegt sich das Weingut sowohl auf nationalem als auch auf internationalem Parkett überaus erfolgreich.

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