Ramos Pinto – erstklassige Tawny Ports aus der Heimatstadt des portugiesischen Likörweins

Ramos Pinto startete, wie viele Portweinproduzenten, als Lagerist und Distributor fremdproduzierter, verstärkter Weine aus dem nördlichen Douro-Tal. Dazu wurden Rebsorten, wie Tinta Barroca und andere für Portugal typische Arten gelesen, vermostet und zur Gärung angesetzt. Der Gärvorgang wurde dann durch die Vinierung unterbrochen, indem hochprozentiges Weindestillat dem in der Gärung befindlichen Most zugesetzt wurde. Der Zeitpunkt der Vinierung bestimmt den Restzuckergehalt des zukünftigen Portweins. Der junge Port, abgefüllt in große Fässer, trat seine Reise entlang des Flußes Douro an, bis zu dessen Mündung in Porto. Dort angekommen, wurde er von Portweindistributoren aufgekauft und gelagtert, bevor er in Flaschen abgefüllt auf den Markt kam. Der junge Künstler Adriano Ramos Pinto startete sein eigenes Portweinunternehmen im Jahr 1880. Der Absatzmarkt in Europa war allerdings schon zu einem gewissen Grad gesättigt.

Innovativ und hochqualitativ – Wein und Portwein

Mit diesem Bewusstsein und der Hilfe seines älteren Bruders fand man schnell einen neuen, noch im Wachstum befindlichen Absatzmarkt für die köstlichen Tropfen aus Porto – Brasilien. Dort fanden die Rubys, Tawnys und Vintages von Ramos Pinto großen Anklang und mit gestärktem Rücken konnte der Markt der “Alten Welt” von hinten aufgerollt werden. Zu einem Unternehmen mit beträchtlichem Ausmaß angewachsen, stiegen auch die Ansprüche an die Qualität der Grundweine und die strikte Trennung zwischen Weinberg, Kelterei und Lagerungskeller sollte schon Anfang des 20. Jahrhunderts aufgelöst werden. Im Jahr 1919 erwarb Ramos Pinto seine ersten Weinberge und fügte bis heute Rebland im Umfang von über 200 Hektar hinzu. Die Qualität des Portweis von Ramos Pinto beginnt somit nicht erst im Lager, sondern schon in der Auswahl des Reblandes und der Reberziehung.

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