Reisebericht Italien – Teil 1: Über Klischees und leckere Knödel

Von Südtirol über den Gardasee bis zum idyllischen Comersee

Angekommen in Neumarkt, zwischen Kaltern und Tramin, spürten wir um uns herum noch wenig vom italienischen Flair, sondern waren überrascht welch‘ gesellige deutsch-österreichige Lebenskultur hier herrscht. Zwar wissen die Einheimischen mit dem italienischen Wortschatz umzugehen, jedoch braucht man hier noch keine Angst zu haben, dass man von der so üblich hastigen italienischen Sprechgeschwindigkeit überrannt wird.

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Rund um den Kalterer See schmiegen sich sehenswerte Wanderwege (ich empfehle einen Trip an die Stieber Wasserfälle oder eine Wanderung im Rosengarten), reichtragende Apfelplantagen und natürlich wunderbare Weinstuben, bei denen man die vorzüglichsten Gewürztraminer der Region verkosten kann.

 

 

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Begeistert waren wir auch von der landschaftlichen Idylle. Ganz klar an erster Stelle der atemberaubenden Blicke steht natürlich die überwältigende Szenerie auf den Gardasee. Ganz gleich ob aus der Blickrichtung von Limone, Salo, Bardolino, Garda oder Riva del Garda. Da glitzert das Wasser des größten Sees Italiens so herrlich azurblau, wie man es sonst nur aus den Sonnenklar-TV Berichten über Thailand und den Malediven gewohnt ist.

Die bunt angemalten Häuschen, die sich an den Uferpromenaden der Städte tummeln, betten sich wundervoll malerisch in das Gesamtbild des Sees ein, dass man gut und gerne die gesamte Speicherkarte der Kamera nur für derartige Fotos hätte nutzen können.

Herzliche Gastfreundschaft ohne Macho-Attitüden

idyllisch-am-comerseeDie, doch stark vom Tourismus geprägten Orte, konnten wir am Comersee hinter uns lassen. Sollten Sie irgendwann vorhaben, beide Seen zu besuchen, so würde ich Ihnen empfehlen, den Großteil Ihrer freien Tage am mondänen Comersee zu verbringen. Die Einkaufsstraßen und Boutiquen entlang des Ufers sind etwas schicker und weniger überlaufen, die vereinzelnten Badestrände ruhiger und naturbelassener.

Natürlich haben wir uns in unserer ersten Woche auch kulinarisch sehr verwöhnen lassen. Neben wunderbaren Weinen, wie dem Gewürztraminer Kolbenhof aus dem Hause J- Hofstätter oder dem Roséwein Garda Classico konnte auch ein uns bis dato unbekanntes Gericht überzeugen: Spinatknödel mit Parmesan und hellbrauner Butter.

Laut einer Umfrage des Online-Magazins rp-online bestätigt ein Italiener das Klischee, dass der Norden Italiens ein ruhigeres Temperament aufweist, als der feurige Süden. Wir waren gespannt, was uns bei den kommenden Tagen in Pisa, Florenz und Rom erwartet und ob wir auf die lang ersehnte „Eat, Pray, Love“ Stimmung alá Julia Roberts in Rom treffen würden…

Spinatknödel mit Parmesan und brauner Butter – für 4 Personen

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– 3 Kilogramm Blattspinat
– eine halbe Knoblauchzehe
– 1 Zwiebel
– 250g Weißbrot ohne Rinde
– 125ml Milch
– 2 Eier
– 4 EL frisch geriebener Parmesan
– 1 EL Mehl
– Salz, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss
– Etwas Olivenöl
– 50g Butter

1. Verlesen, waschen und putzen Sie den frischen Blattspinat und geben Sie ihn anschließend in kochendes Salzwasser zum Blanchieren. Achten Sie darauf, den Spinat danach in Eiswasser abzuschrecken, damit er nicht seine grüne Farbe verliert. Hacken Sie den Spinat fein und geben Sie ihn zusammen mit den Eiern in einen Mixer zum Feinhacken.

2. Nachdem Sie das Brot in 1cm große Würfel geschnitten haben, können Sie die Milch lauwarm erwärmen. Schneiden Sie die Zwiebel und die Knoblauchzehe in kleine Stücke und dünsten Sie beides gemeinsam in etwas Olivenöl an.

3. Mischen Sie die Zwiebel-Knoblauchmischung, mit dem Brot, dem Spinat, der lauwarmen Milch und dem Mehl. Nachher schmecken Sie die Masse kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat ab. Decken Sie den Knödelteig mit einem feuchten Küchentuch ab und lassen sie ihn für 30 Minuten ziehen.

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4. Bringen Sie in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kuchen und formen Sie mit angefeuchteten Händen vier große Knödel, um sie danach ins kochende Wasser zu geben. Reduzieren Sie anschließend die Hitze und lassen Sie die Knödel ohne Deckel 20 Minuten gar ziehen. Heben Sie die fertigen Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser und richten Sie diese auf vorgewärmte Teller an.

5. Erhitzen Sie die Butter bei mittlerer Hitze so lange bis sich die weiße Molke hellbraun verfärbt. Beträufeln Sie die Knödel mit der hellbraunen Butter und garnieren Sie die Knödel mit frisch geriebenem Parmesan.

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