Tempranillo

Wer spanische Weine liebt, sollte unbedingt einen guten Tempranillo-Wein kosten. Tempranillo ist eine rote Rebsorte, die weltweit auf über 1.100 Quadratkilometern angepflanzt wird. Man findet diese Rebsorte inzwischen auch in Australien, USA und Südafrika. Besonders in Spanien gehört die Tempranillo zu den edelsten Rebsorten und ist inzwischen als Rebe für den berühmten Rioja Wein zur wichtigsten Keltertraube in Spanien geworden.

Welche Eigenschaften hat die Tempranillo-Rebe?

Tempranillo wird sehr selten als sortenreiner Wein gekeltert, meistens wird die Rebe zusammen mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Garnacha für Verschnitte verwendet. Beim Verschnitt für die roten Rioja-Weine macht die Tempranillo Rebe rund 60 bis 90 Prozent aus. In Portugal ist die Rebe unter den Bezeichnungen Tinta Roriz oder Aragonez bekannt. Tempranillo-Weine enthalten nur wenig Zucker und Säure, deshalb wird die Rebe hauptsächlich zu einem Cuvée verschnitten. Der Name Tempranillo entstand vermutlich aus einem Vergleich mit der roten Rebe Garnacha. Tempranillo hat die Bedeutung von „die kleine Frühe“, da diese Rebsorte vor der Garnacha Rebe reif wird. Die kleinen Beeren besitzen eine dicke Schale, die viel Tannin und Gerbstoffe enthält, was die Ursache dafür ist, dass die Tempranillo-Weine trotz geringem Säuregehalt lange haltbar sind. Tempranillo-Weine besitzen einen Alkoholgrad von rund 11 bis 13 Prozent Volumen und sind schon in jungem Alter trinkreif. Ein Temperanillo besitzt eine große Aromenvielfalt, die geschmacklich einem Crianza , Reserva oder eines Gran Reserva ähnelt. Nach dem Öffnen mit dem Korkenzieher kaufen entfalten sich aus einem Tempranillo-Wein oft die unterschiedlichsten Geschmacksnuancen wie fruchtige Kirschen, Trockenfrüchten, Pflaumen oder würzige Duftnoten.

Die Herkunft des Tempranillo-Weins

Über die Herkunft der Rebsorte Tempranillo gibt es mehrere Gerüchte. Weinexperten nehmen an, dass Tempranillo vom französischen Pinot Noir abstammt, die Mönche aus Burgund auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela in Spanien einführten. Diese Zisterzienser-Mönche ließen sich nach der Befreiung Spaniens von den Mauren in der Provinz Rioja nieder und sollen dort die ersten Rebstöcke angepflanzt haben.

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