Tenuta dei Sette Cieli mit Yantra und Indaco Bolgheri

Zu den spektakulärsten weinbaulichen Projekten in der Maremma kann ohne weiteres die Tenuta dei Sette Cieligezählt werden. Übersetzt bedeutet der Name „Tenuta der sieben Himmel“. Wer schon einmal dort war, weiß sofort warum. Unwegsam führt die kleine Strasse direkt an den Weingütern der sogenannten Lokalmatadoren, wie Ornellaia und Angelo Gajas Ca’ Marcanda vorbei, um dann endlich auf dem Hochplateau gelegenen Weingut zu enden. Auf einer Höhe von fast 400 Metern überblickt man dort wie von einer überdimensionalen Bühne die weite Landschaft der Maremma bis zum Mittelmeer und bei guter Sicht sogar bis Elba.

Die leider viel zu früh verstorbene Erika Ratti, Tochter einer Fabrikantenfamilie für Seide, war die Triebfeder zur Gründung des Weinguts und hatte die entsprechende Inspiration für dieses Projekt eingebracht. Enorme Erdbewegungen mussten im Jahre 2001 durchgeführt werden um auf den geschobenen Terrassenanlagen Weinberge anlegen zu können. Verwalter Antonio Lippi und der „Capo“ der Weinberge Giuliano Tarchi – auch bei Ornellaia dafür zuständig – entschieden sich für eine extreme Dichtbepflanzung von 9.300 Rebstöcken pro Hektar. Ähnlich wie im Bordelais wurden neben Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot auch die seltenen Sorten Malbec und Tannat gewählt. Übrigens auch der Grund warum die Weine nicht als DOC Bolgheri klassifiziert werden konnten. Die beiden Weine zeichnen sich neben ihrer Komplexität vor allem durch eine feine Frische und enorme Länge aus. Der Yantra, nur im Edelstahl ausgebaut, zeigt bereits deutlich die Vorzüge des Terroirs auf. Indaco, benannt nach dem blauen Licht des Regenbogens, ist ein Wein der bis zu 16 Monate im Barrique gelagert wurde und eine faszinierende Persönlichkeit besitzt.

Jetzt Teilen:Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn