Weinjahrgang 2015: Das erste Fazit

ueberpruefung-weinlese-weinjahrgang-2015Dieses Jahr hat es der Wettergott gut mit uns gemeint. Ein langer harter Winter blieb aus, der Frühling war zauberhaft mild, die Sonne verwöhnte uns in den Sommermonaten mit einer angenehmen Wärme und vom eisigen Herbst ist selbst im November noch nichts zu spüren. Besonders die Winzer beobachten das Wetter mit Argusaugen. Denn die Weinernte wird von Sonne, Regen oder Frost bestimmt. Dieses Jahr konnten die deutschen Winzer nahezu im ganzen Land aufatmen.

Freunde der deutschen Weine können sich auf einen exzellenten Jahrgang mit fruchtig-frischen Weißweinen und intensiven Rotweinen freuen. Doch damit noch nicht genug: die kerngesunden, vollausgereiften Trauben brachten vielerorts auch hochwertige edelsüße Spezialitäten mit sich. So kann das deutsche Weininstitut auch Auslesen und Trockenbeerenauslesen empfehlen.

Experten in den Anbaugebieten rechnen trotz der gesteigerten Qualität nur mit wenigen Preiserhöhungen. Erste Weine aus 2015 wurden bereits auf ihre Qualität geprüft und konnten viel Lob einfahren.

Bundesweit werden Erntemengen in Höhe von rund neun Millionen Hektolitern erwartet. Die Erträge bei den Winzern schwanken jedoch stark aufgrund des teilweisen sehr trockenen Sommers und die unterschiedliche Wasserspeicherkaft der Böden bzw. dem Alter der Reben. Nachfolgend hat sich das Deutsche Weininstitut 13 deutsche Weinanbaugebiete näher angeschaut. Hier ein kleiner Auszug der betrachteten Weinanbaugebiete.

Weinanbaugebiet Ahr: Ein besonnenes Jahr für die Winzer

Die diesjährige unkomplizierte Vegetationsperiode lies die Winzer an der Ahr ein ruhiges Weinjahr verleben. Allenfalls die Regenfälle im August und September hatten den Blutdruck der Winzer kurzweilig ansteigen lassen. Doch die Trauben haben durch den Regen zum Glück keinen Schaden erlitten. So konnten ab September frühreife Sorten wie der Müller-Thurgau und der Frühburgunder in einem guten Zustand eingefahren werden. Dank des schönen Wetters konnten auch der Spätburgunder mit einer 1A Qualität eingebracht werden. Die Hauptlese, die ab September begann, brachte sehr fruchtbetonte, harmonische und intensiv-farbige Jungweine hervor. Durch die starke Trockenheit im Sommer hatten die Trauben kleinere Beeren gebildet, welche sich negativ auf die Mostmenge auswirkt haben. Dadurch liegt die Erntemenge im Weinanbaugebiet Ahr 42.000 hl unter dem Vorjahresergebnis.

Weinanbaugebiet Franken: Ein trockenes Weinjahr mit einem Großteil an Prädikatsweinen

weinlese-weisse-rebsortenDer Klimawandel mit seinen steigenden Temperauren und Jahreszeitenverschiebungen stellt auch die Winzer in Franken vor neuen Herausforderungen. Der diesjährige heiße Sommer, mit teilweise Temperaturen von über 40 Grad Celsius, hat den Winzern gezeigt, dass sich schnellstmöglich um eine Bewässerung der Steillagen gekümmert werden muss. Die wenigen und schwachen Regenfälle zwischen Februar und August konnten den alten Reben mit ihren tiefreichenden Wurzeln nichts anhaben, jedoch mussten die jüngeren Anlagen oft gewässert werden. Die Burgundersorten sowie der Riesling und Silvaner sind mit den diesjährigen Wettergegebenheiten sehr gut zurechtgekommen, sodass die fränkischen Weingüter 440.000 Hektoliter Traubenmost ernten konnten. Einen deutlich höheren Anteil als im Jahr 2014 verzeichneten die Winzer bei den diesjährigen Prädikatsweinen. Erwartet werden lagerfähige, elegante und finessenreiche Weine, die mit intensiven Aromen und einer mineralischen Säure überzeugen.

Weinanbaugebiet Mittelrhein: Das trockenste Jahr seit Menschengedenken

In der gesamten Vegetationsperiode gab es außer im Mai keine nennenswerte Niederschläge. Ältere Rebanlagen kamen aufgrund ihrer tief reichenden Wurzeln an das in der Erde gespeicherte Wasser, hingegen mussten jüngere Pflanzen bewässert werden, damit eine Vertrocknung verhindert werden konnte. Durch die extreme Trockenheit bleiben zwar nennenswerte Erkrankungen der Trauben aus, doch die Beeren fielen kleiner als gewöhnlich aus. So lag die Gesamterntemenge mit 35.000 Hektolitern 19 Prozent über dem langjährigen Mittel und 22 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Liebhaber der mittelrheinischen Weine können sich auf Weine mit gut eingebundener Säure und einem geringeren Alkoholgehalt freuen.

Weinanbaugebiet Pfalz: Großartige Wein dank einem Mix aus Hitze & Abkühlungweinernte-rote-rebsorten

Der Sommer in der Pfalz war überall sehr trocken und extrem heiß. Bereits im Mai fielen 60 Prozent weniger Regen als im langjährigen Mittel. Doch Ende August kam es durch den lang erwarteten Regen zu einer dringend benötigten Abkühlung, um einen ausufernden Trockenstress zu verhindern. Die hervorragenden klimatischen Bedingungen schenkten den Winzern in der Pfalz füllige Rotweine mit einer reichen Raffinesse, üppige Süßweine und ausbalancierte, elegante Rieslinge, Burgunder & Co. Durch das sonnige Klima konnten auch aromatische Sorten wie Scheurebe, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer ihr gesamtes Potential entfalten. „Die Erntemenge lag mit rund 2,2 Millionen Hektolitern etwa ein Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.“

Die ausführlichen Beschreibungen weiterer Anbaugebiete finden Sie auf der Deutschen Weininstitut –Website.  So freuen Sie sich mit uns gemeinsam auf hervorragende Weißweine, Rotweine und Auslesen aus dem Weinjahr 2015.

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