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Albariño

Die Rebsorte Albariño ist eine uralte spanische Weißweinrebe und - nachdem sie in den 1980er Jahren fast aus dem spanischen Weinregister verschwunden wäre - heute wieder die Grundlage zahlreicher hochwertiger und charaktervoller Weine. In Portugal bildet sie zusammen mit der Loureiro-Rebe die Grundlage der Vinho-Verde-Produktion.

Geschichte und Herkunft der Albariño Rebsorte

Übersetzt bedeutet der Name Albariño \"der kleine Weiße vom Rhein\". Der Überlieferung nach wurde sie zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert von pilgernden Mönchen auf dem Jakobsweg aus Deutschland oder Frankreich ins nordwestspanische Galicien gebracht.

Abstammung und Kreuzungspartner der Albariño Rebsorte

Weinforscher hatten lange angenommen, dass der Albariño ein Verwandter der Riesling-Rebe ist. Durch DNA-Analysen wurden 2003 stattdessen Verwandtschaftslinien zu den portugiesischen Rebsorten Malvasia Fina und Loureiro nachgewiesen. Außerdem wird eine Verwandtschaft zu den französischen Rebsorten Pinot Blanc, Sauvignon Blanc oder Petit Manseng vermutet. Aus einer natürlichen Kreuzung der Albariño-Rebe mit der Rebsorte Caiño Bravo (Amaral) ist die Caiño-Blanco-Rebe hervorgegangen. Bei den Neuzüchtungen Alvarinho Liláz, Silvestre und Topasio war der Albariño Kreuzungspartner.

Die Anbaugebiete der Albariño Rebsorte

Die Albariño-Rebe wird in Spanien auf 4.500 Hektar und in Portugal auf 1.989 Hektar Anbaufläche kultiviert. Ihre Hauptanbaugebiete liegen in der galicischen Weinregion Rias Baixas und in Nordportugal. Größere Bestände gibt es außerdem in den USA, in Uruguay sowie in Australien und Neuseeland.

Die Ampelografie der Albariño Rebsorte

Die Blätter der Albariño-Rebe sind fünfzackig, kompakt und von hell- bis mittelgrüner Farbe, ihre Adern sind nicht pigmentiert, die Blattunterseite ist nicht beborstet. Sie bildet dreieckige, feste Trauben, deren Gewicht nur 100 bis 150 Gramm beträgt. Als Anpassung an das feuchtwarme Klima der Anbauregionen verfügen die kleinen, runden Beeren über eine besonders feste Haut, die sie vor Schimmelbefall und Fäulnis schützt.

Die Erträge der Albariño Rebsorte

Die Albariño-Rebe liefert von Natur aus nur geringe Erträge, was dem Profil hochwertiger Albariños in hohem Maß zugutekommt.

Ansprüche an Lage und Boden, Terroir

Im Hinblick auf ihr Terroir ist die Albariño-Rebe recht anspruchslos. Sie verträgt Sonneneinstrahlung und Hitze ebenso wie Feuchtigkeit. Besonders gut gedeiht sie auf Granitböden oder vulkanischem Untergrund. Aufgrund des feuchten Klimas werden Albariño-Reben oft an Pergolen gezogen.

Die Charakteristik Albariño Rebsorte

Gute Albariños sind säurebetont und schmecken \"knochentrocken\". Gleichzeitig sind sie kraftvoll, frisch und saftig. Ihr Bouquet prägen markante Apfel-, Zitrus- oder Pfirsichnoten.

Die Synonyme Albariño Rebsorte

Synonyme für den Albariño sind Alvarinho oder Alvarinha, Azal Blanco, Cainho Branco, Galego sowie Galeguinho.

Die Speisepaarung der Albariño Rebsorte

Albariño-Weine werden meistens jung getrunken. Mit ihrer milden Säure passen sie hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten.