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Blanc de Blancs

Blanc de Blancs - \"Weißer aus weißen\" - ist die französische Bezeichnung für einen Schaumwein, der ausschließlich aus weißen Trauben produziert wird.

Der Begriff stammt aus der Champagner-Produktion und beschreibt hier einen Champagner, der ausschließlich aus weißen Trauben, also ohne die roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) oder Pinot Meunier (Schwarzriesling) gekeltert wurde. Auch für Crémants aus weißen Trauben ist die Bezeichnung Blanc de Blancs geläufig. Crémants sind Schaumweine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung aus französischen, aber auch belgischen und luxemburgischen Weinregionen, die nach der \"méthode champenoise\" vergoren werden, die geschützte Herkunftsbezeichnung Champagner jedoch nicht tragen dürfen.

Die Klassiker - Blanc de Blancs aus Cramant

Die klassischen Vertreter der Blanc-de-Blancs-Champagner kommen aus Cramant, einer berühmten Grand-Cru-Gemeinde in der Côte de Blanc-Region der Champagne. Die Weinberge um Cramant umfassen rund 320 Hektar Rebfläche, die ausschließlich der Chardonnay-Rebe vorbehalten sind. Die Blanc-de-Blancs-Champagner aus Cramant gelten als besonders reintönig und typisch. Sie werden nicht nur unter der Bezeichnung Blanc de Blancs, sondern auch als Blanc de Cramant vermarktet. Der Name der Gemeinde gehört übrigens zu den Synonymen für den Chardonnay, der in einigen Regionen auch als Pinot Blanc à Cramant bezeichnet wird. 

Chardonnay - Hauptrebsorte für die Blanc de Blancs

Seit 1980 ist in der Champagne für die Herstellung der Blanc de Blancs ausschließlich die Chardonnay-Rebe zugelassen. Dies gilt nicht nur für Champagner, sondern auch für Weißwein, wenn das Erzeugnis unter diesem Namen in den Handel kommen soll. Bis zu diesem Zeitpunkt war es möglich - in der Praxis jedoch selten - die Blanc de Blancs auch aus den Rebsorten Pinot blanc (Weißburgunder), Arbane und Petit Meslier.

Etwas weniger reglementiert ist die Blanc-des-Blancs-Produktion bei den Crémants, für die auch andere Rebsorten Verwendung finden dürfen - in der Praxis werden jedoch auch die meisten dieser Crémants aus der Chardonnay-Rebe erzeugt.

Blanc-de-Blancs-Champagner - eine exklusive Rarität

In der Champagne werden Blanc de Blancs seit Jahrhunderten produziert, die Einführung der Bezeichnung Blanc de Blancs wird jedoch dem Weinhaus Salon zugeschrieben. Dessen Gründer, Eigene-Aimé Salon, hatte in den 1920er Jahren Champagner mit dieser Bezeichnung an den berühmten Pariser Nachtklub \"Maxim\" geliefert und erntete dafür Begeisterung. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie für längere Zeit etwas in Vergessenheit geraten, zu ihrer Revitalisierung trug maßgeblich das Champagnerhaus Taittinger mit einem Spitzenprodukt unter dem Namen \"Comptes de Champagne\" bei. Einige andere prominente Champagnerhersteller folgten diesem Beispiel - trotzdem sind Blanc de Blancs auch heute eine exklusive Rarität, die längst nicht von allen Champagnerhäusern angeboten wird.

Blanc de Blancs sind von delikater Frische, viele von ihnen verfügen über ein blumiges Bouquet und zeigen beispielsweise Veilchen- oder Rosennoten. Im Vergleich zu anderen Champagnern sind sie ausgesprochen lange lagerfähig und gewinnen mit jedem Jahr der Lagerung weiter an Profil.