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Blaufränkisch

Blaufränkisch ist eine alte, rote Rebsorte, die in Österreich beheimatet ist.

Heutzutage ist Blaufränkisch nach dem Zweigelt die zweithäufigste rote Rebsorte in Österreich. Über 90% der mit Blaufränkisch bepflanzten Flächen sind im Burgenland - speziell in der Weinregion Mittelburgenland - zu finden. Im Mittelburgenland entstehen aus Blaufränkisch-Trauben einige der besten österreichischen Rotweine. 
Auch in Deutschland ist Blaufränkisch eine beliebte Rebe und ist hier vor allem unter dem Namen Lemberger oder Blauer Limberger bekannt. Württemberg ist in Deutschland mit knapp 1600 Hektar die mit Abstand bedeutendste Region für den Anbau von Blaufränkisch. 
In Ungarns Weinbau spielt Blaufränkisch ebenfalls eine bedeutende Rolle und ist hier unter dem Namen Kékfrankos bekannt.

Blaufränkisch ist eine früh reifende Rebsorte. Da sie aber früh austreibt und damit im Frühjahr frostgefährdet ist, werden für ihren Anbau windgeschützte Standorte und ein mildes Klima benötigt. Dies bedeutet vor allem für den deutschen Weinbau mit seinem kühlen Klima, dass die Blaufränkisch-Trauben nur in guten, hängigen Lagen zur Vollreife gelangen.

Mit Blaufränkisch lassen sich je nach Zeitpunkt der Lese zum einen leichte, frische Rotweine und zum anderen aber auch kraftvolle, tanninreiche Charakter-Weine von angenehmer Fruchtigkeit (mit Aromen von Beeren und Kirschen) und tiefer, roter Farbe erzeugen. Blaufränkisch-Weine zeigen im Allgemeinen ein außerordentliches Alterungspotential.
Auch als Cuvée-Partner mit Rebsorten wie dem Trollinger, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder ist Blaufränkisch sehr beliebt und verleiht diesen Weinen mit seiner Fruchtigkeit mehr Komplexität.