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Cabernet Cubin

Cabernet Cubin ist eine rote Rebe, die im Jahr 1970 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau im baden-württembergischen Weinsberg durch Bernd H. E. Hill und Helmut Schleip neu gezüchtet wurde. Kreuzungspartner waren die Rebsorten Blauer Limberger (Blaufränkischer, Lemberger) und Cabernet Sauvignon. Im Jahr 1999 wurde für die neue Rebe Sortenschutz beantragt und 2005 schließlich erteilt. 

Blühsicher, ertragreich, jedoch mit hohem Lageanspruch

Cabernet Cubin wird in Deutschland auf einer Rebfläche von 59 Hektar kultiviert. Die größten Anbauflächen liegen in der Pfalz und Baden-Württemberg. Kleinere Bestände finden sich in Baden, Franken, Rheinhessen und an der Nahe. Im Ausland ist diese Rebsorte nur auf einigen geringfügigen Anbauflächen in der Schweiz vertreten.

Ebenso wie andere Weinsberger Neuzüchtungen aus Cabernet Sauvignon und verschiedenen Kreuzungspartnern ist der Cabernet Cubin eine robuste, winterharte Sorte mit hoher Trockentoleranz. Die Rebe ist blühsicher und daher recht ertragreich. Durch die sehr späte Beerenreife stellt sie jedoch hohe Ansprüche an ihre Lage, die mit den Lageansprüchen des Spätburgunders weitgehend identisch sind. Ideal sind sonnenreiche Südhanglagen mit fruchtbaren, kalkhaltigen Böden. 

Tanninreiche Weine mit komplexen Fruchtaromen

Die Weine aus dieser Rebsorte können ihre Verwandtschaft mit dem Cabernet Sauvignon nicht verleugnen. Sie sind Tannin- und körperreich, ihre Farbe ist tiefdunkelrot - oft mit einem Übergang ins Violette. Zu ihrer Charakteristik gehören intensive und sehr komplexe Fruchtaromen, typisch sind Brombeer-, Kirsch- und Cassis-Noten. Ihr Profil entfalten sie am besten durch den Ausbau im Barrique-Fass sowie nach einer längeren Flaschenlagerzeit.