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Cahors

Cahors ist ein Weinbaugebiet im Südwesten Frankreichs und die Bezeichnung für den dort erzeugten Qualitätswein. Wein aus dieser Gegend war schon vor 2000 Jahren ein beliebter Tropfen. Die zugelassene Reibfläche der Region beläuft sich heute auf rund 4.500 Hektar.

Die vorherrschende Rebsorte ist der Malbec, der dort auch Auxerrois oder Côt genannt wird. Sein Anteil muss mindestens 70 Prozent betragen. Komplementäre Reben sind die Rotweinsorten Merlot und Tannat. Seit 1996 ist die autochthone Rebsorte Jurancon Noir für die Qualitätsweine der Region nicht mehr zugelassen.

Hervorragende Terroirs mit Kalkstein-Dominanz

Das Terroir spielt in der südwestfranzösischen Weinregion eine herausragende Rolle und besitzt das Potenzial für internationale Spitzenweine. Die Weinberge befinden sich größtenteils auf den Kiesterrassen des mäandernden Tals des Flusses Lot. Bestockt sind ausschließlich die beiden oberen der insgesamt drei Terrassenstufen, daneben gewinnt auch das Kalkplateau - die Causse - wieder wachsende Bedeutung für den Weinbau.

Prägend für die Böden sind Sedimente, Quarz, Kies und erodierter Kalkstein. Die meisten Spitzenweine der Region stammen aus den höheren Lagen, in denen der hohe Kalksteinanteil zur Grundlage sehr komplexer Weine wird. Im Klima der Region kommen atlantische ebenso wie mediterrane Einflüsse zum Tragen. Typisch sind heiße Sommer und feuchte, oft jedoch auch empfindlich kalte Winter.

Füllige, komplexe Weine mit langer Lagerfähigkeit

Die Weine aus Cahors sind reichhaltig und füllig. Sie besitzen eine samtig-cremige Konsistenz und entfalten vielfältige Fruchtaromen, was ihnen den Namen \"Burgunder des Südens\" eingetragen hat. Die Spitzengewächse der Region sind ausgesprochen lange lagerfähig, ihr volles Reifepotenzial erreichen sie oft erst nach einer Flaschenlagerung von 15 oder 20 Jahren.