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Chardonnay

Chardonnay hat eine weltweit hohe Bedeutung und zählt zu den ganz großen Weinen. Genotypisch ist der Chardonnay mit den Burgundersorten verwandt. Ursprünglich stammt die Chardonnay-Traube aus den Bergen des Libanon und soll von den Kreuzrittern nach Frankreich gebracht worden sein. Die europaweite Verbreitung des Chardonnay wurde durch die Zisternzienser und Benediktiner vorangetrieben. Der Name bedeutet soviel wie \"Ort voller Disteln\" und stammt von einer späteren Zeit, vermutlich von einem gleichnamigen Ort in Burgund.

Chardonnay hat ein hohes Qualitätspotential und bringt helle bis honiggelbe Weißweine hervor, mit mittlerem bis vollem Körper. Das Aroma der Chardonnay-Weine erinnert an Blumen, Honig, Mango, Vanille und Walnüsse. Der Alkoholgehalt liegt nicht selten bei 13,0 Vol.% und eine Reife im Eichenfass gibt Chardonnay-Weinen einen schweren Charakter. Drei Viertel der französischen Chardonnay-Rebstöcke werden in den Weinbau-Regionen Champagne und Burgund angebaut. Alle großen burgundischen Weißweine werden aus dieser edlen Rebosorte gewonnen, beispielsweise in den weltberühmten Appellationen Chablis, Aloxe-Corton, Meursault und Montrachet.

Der Chardonnay wird in fast allen europäischen Ländern, in Neuseeland, Australien, Südamerika und in Nordamerika angebaut. Insgesamt werden rund 180.000 Hektar Rebfläche mit Chardonnay bewirtschaftet. In Deutschland wurde sie erst im Jahr 1991 zugelassen.