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DOC

DOC ist die Abkürzung für \"Denominazione di origine controllata\" - also eine geschützte Ursprungsbezeichnung für Qualitätsweine aus Italien. Sie entspricht einem deutschen \"Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete\", der französischen \"Appellation d´Origine Contrôlée\" (AOC) oder dem österreichischen \"Districtus Austriae Controllatus\" (DAC). In Italien wird das DOC-Siegel nicht nur für Wein, sondern auch für andere regionale Qualitätsprodukte - beispielsweise Parmaschinken sowie bestimmte Käsesorten - vergeben. DOC-Klassifikationen für Wein gibt es außerdem in Portugal und Rumänien.

DOC-Weine - geschützte Herkunft, zertifizierte Qualität

Eingeführt wurde die gesetzlich definierte und kontrollierte Ursprungsbezeichnung DOC im Jahr 1963, um eine nachhaltige Verbesserung der Qualität von italienischen Weinen und Balsamicos zu erzielen. Bereits 1993 hatte die Europäische Gemeinschaft als alternatives Zertifikat für einen geschützten Ursprung das PDO-Siegel eingeführt. Wegen ihres größeren Bekanntheitsgrades wurden die DOC-Bezeichnungen danach jedoch entweder allein oder zusammen mit dem neuen Siegel beibehalten. Die Kriterien für DOC-Produkte wurden 1992 entsprechend angepasst, so dass den DOC- und PDO-Klassifikationen die gleichen Regularien zugrunde lagen.

Inzwischen ist die Bezeichnung DOC tendenziell veraltet. In der im August 2009 eingeführten Weinmarktordnung wurde sie durch das Kürzel DOP (in Italien: Denominazione di Origine Protetta - geschützte Herkunftsbezeichnung) ersetzt. Seitdem gelten die DOP-Klassifikationen auch in Spanien und haben dort die \"Denominación de Origen\" ersetzt. Für die älteren/traditionellen Ursprungsbezeichnungen gilt jedoch Bestandsschutz, als zusätzliche Klassifikation dürfen sie daher auch weiterhin verwendet werden.

DOC- und DOCG-Weine - strikte Regeln für den Anbau

In der italienischen Weinhierarchie befinden sich die DOC-Erzeugnisse zwischen den IGT-Weinen und der höchsten Qualitätsstufe eines DOCG-Weins. Das Kürzel IGT steht für \"Indicazione Geografica Tipica\". Im EU-Recht wurde dieser Begriff inzwischen durch die Bezeichnung \"Indicazione Geografica Protetta\" ersetzt. Auf dem Etikett dieser Weine kann eine geografische Herkunftsbezeichnung in Verbindung mit einer Rebsorte ausgewiesen werden. IGT-Weine stehen über den einfachen Tafelweinen, zum Teil werden jedoch auch höherwertige Weine als IGT-Produkt vermarktet, wenn sie Rebsorten enthalten, die in der betreffenden Region nicht für DOC-Weine zugelassen sind. DOCG-Weine (\"Denominacione di Origine Controllata e Garantita\") sind hochwertige Spitzenweine mit garantierter Qualität, deren Herstellung und Herkunft besonders strikt überwacht wird. Sowohl für DOC- als auch für DOCG-Weine definiert das italienische Weingesetz die zugelassenen Anbaugebiete, Rebsorten sowie die zulässigen Maximalerträge pro Hektar Anbaufläche. Zudem dürfen sie nicht in Gebinde abgefüllt werden, deren Volumen die Grenze von fünf Litern übersteigt.