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Dolcetto

Bei Dolcetto handelt es sich um eine sehr alte, rote Rebsorte, die hauptsächlich in Piemont und Ligurien in Italien angebaut wird. In Ligurien ist Dolcetto auch unter dem Namen Ormeasco bekannt. 

Der Ursprung der Dolcetto-Rebe wird im Monferrato (Piemont) im 10. Jahrhundert vermutet, von wo sie sich nach Westen, z.B. in die Gegenden um Mailand und Piacenza sowie nach Ligurien, verbreitete. Es wird davon ausgegangen, dass Dolcetto bereits im Mittelalter systematisch kultiviert wurde. Heutzutage liegt in Italien die mit Dolcetto-Reben bestockte Fläche bei ca. 6 bis 7 Tausend Hektar. 

Ins Deutsche übersetzt bedeutet Dolcetto \'kleiner Süßer\' und bezieht sich auf die Süße der Trauben. Aus Dolcetto-Trauben werden rubin- bis purpurrote Weine gekeltert, die sich fruchtig (mit Aromen von Kirschen und Pflaumen) und harmonisch gepaart mit einer leichten Mandelnote präsentieren. Aufgrund ihres eher geringen Tanningehalts lassen sich Dolcetto Weine nicht sehr gut altern und schmecken bereits nach einem Jahr der Alterung optimal. 
Demgegenüber bestechen Dolcetto Weine, die von ertragsgeminderten Spitzenlagen stammen und in Barriques ausgebaut werden, mit deutlich mehr Rückgrat und einem besseren Alterungspotential.
Dolcetto-Trauben sind u.a. Hauptbestandteil der bekannten DOC-Weine Dolcetto d´Alba, Dolcetto d´Acqui, Dolcetto d´Asti, Dolcetto di Dogliani und Dolcetto di Ovada. 

Neben Ormeasco sind für die Dolcetto-Rebe noch folgenden Synonyme bekannt: Dolsin, Dolsin nero, Douce noire (in Frankreich) und California Charbono.