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Dornfelder

Dornfelder ist eine rote Rebsorte, die in Deutschland beheimatet ist. Darüber hinaus sind auch kleinere Bestände in der Schweiz und in England zu finden.

Bei Dornfelder handelt es sich um eine Neuzüchtung zwischen Heroldrebe und Helfensteiner aus dem Jahr 1955. Ihre Zulassung erhielt die Dornfelder-Rebe 1980 und wird heutzutage in nahezu allen Weinbauregionen Deutschlands angebaut. Spitzenreiter sind mit Abstand die Pfalz und Rheinhessen. Insgesamt liegt in Deutschland die mit Dornfelder bestockte Rebfläche bei ca. 8.000 Hektar. Damit ist Dornfelder nach dem Spätburgunder hierzulande die am zweithäufigsten angebaute rote Rebsorte.

Die farbintensiven Dornfelder-Trauben wurden ursprünglich hauptsächlich als Farbgeber für den Verschnitt mit anderen Rebsorten angebaut. Inzwischen wird Dornfelder aufgrund seiner Qualitäten jedoch immer häufiger sortenrein vinifiziert. Dornfelder Weine können sich je nach Ausbau und Reife zart-fruchtig bis würzig-markant präsentieren. Sie zeigen sich im Allgemeinen Dunkelrot, sind tanninreich, von mittlerem Körper, mit einer moderaten Säure ausgestattet und erfreuen den Gaumen mit Sauerkirsch-Aromen. Kurzum: aus Dornfelder gekelterte Rotweine schmecken, sind gut lagerfähig und eignen sich für den Barrique-Ausbau. 
Dornfelder Weine gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Diverse Prämierungen belegen, dass aus Dornfelder Trauben nicht nur einfache Rotweine sondern auch immer mehr Spitzenweine gekeltert werden.

Dornfelder ist eine pflegeleichte und ertragreiche Rebsorte, die auch in klimatisch weniger begünstigten Lagen zur Reife gelangt. Zur Erzielung guter Weinqualitäten muss der Ertrag der Dornfelder-Reben jedoch konsequent über den Rebschnitt reguliert werden.