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Graciano

Bei Graciano handelt es sich um eine rote Rebsorte, die in Spanien beheimatet ist und vor allem in den Regionen Rioja und Navarra angebaut wird.

Graciano wird auch auf der italienischen Insel Sardinien, hier unter dem Namen Cagnulari, kultiviert. Darüber hinaus ist Graciano mit der in Portugal angebauten Tinta Miúda-, der in Frankreich angebauten Morrastel- sowie der im Jerez-Gebiet (Spanien) angebauten Tintilla da Rota-Rebe identisch. Vermutet wird auch, dass die argentinische Graciana-Rebe und die in Kalifornien, Australien sowie Neuseeland verbreitete Xeres-Rebe mit Graciano identisch sind.

Es wird deutlich, dass die Graciano-Rebe weit verbreitet ist, ihre Anbauflächen sind insgesamt jedoch sehr gering. Graciano war vor 20 Jahren fast vom Aussterben bedroht und erlebte im Zuge der Klassifizierung des Rioja-Gebietes 1991 zur DOCa eine Wiederbelebung. Im Rioja ist Graciano wieder zu einem bedeutenden Verschnittpartner geworden, der den Weinen ihr Alterungsvermögen verleiht. So liegt die Anbaufläche der Graciano-Reben in Spanien inzwischen wieder bei rund 1.000 Hektar.
Zugelassen ist Graciano neben Rioja und Navarra auch in den D.O.-Regionen Monte Lentiscar, Ribera del Guadiana, Somontano, Valle de la Orotava und auf Gran Canaria.

Aus den Graciano-Trauben werden tiefrote, konzentrierte Weine, die mit einer kräftigen Säure und viel Tannin ausgestattet sind, gekeltert. Darüber hinaus bestechen Graciano-Weine mit ihrem beachtlichen Alterungspotential. Graciano wird, wie bereits erwähnt, häufig im Verschnitt ausgebaut, es werden aber auch gute, sortenreine Rotweine erzeugt. Diese Weine sind sehr gut lagerfähig und im Allgemeinen von hervorragender Qualität.