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Huxelrebe

Die Huxelrebe ist eine weiße Rebsorte, die im Jahr 1927 an der Landesanstalt für Rebenzüchtung im pfälzischen Alzey aus einer Kreuzung der Rebsorten Elbling und Coutillier Musqué entstanden ist. Ihr Züchter Georg Scheu gab an, dass er dafür eine Kreuzung der Rebsorten Coutillier Musqué und Gutedel vorgenommen hatte. Heute ist ihre Herkunft durch DNA-Analysen eindeutig nachgewiesen.

Die Huxelrebe - Weinspezialität aus Rheinhessen und der Pfalz

Ihren endgültigen Namen erhielt diese Rebsorte nach einer Neuzüchtung durch den rheinhessischen Winzer Fritz Huxel (1892 - 1972), der sie in den 1950er Jahren erstmals auf größeren Flächen kultivierte. Zusammen mit der Scheurebe ist sie die zweite große Neuzüchtung aus Rheinhessen. Angebaut wird sie fast ausschließlich dort und in der Pfalz, allerdings mit stark rückläufiger Tendenz. Seit der Jahrtausendwende hat sich ihre Rebfläche nahezu halbiert und belief sich im Jahr 2007 noch auf 656 Hektar. Außerhalb von Deutschland spielt sie bis auf kleinere Bestände in England so gut wie keine Rolle.

Die Rebsorte ist frühreifend und sehr ertragreich. Wenn sie zur Grundlage hochwertiger Weine werden soll, ist daher eine Ertragsreduktion unverzichtbar. Auch wegen ihrer Empfindlichkeit gegen Kälte und ihrer Anfälligkeit für die Weinkrankheit Botrytis cinerea (Grauschimmelfäule, Edelfäule) stellt sie einige Anforderungen an den Winzer. Sie erreicht relativ hohe Mostgewichte, die im Schnitt um etwa 15 Grad höher liegen als bei den deutschen Standardsorten. Die Weine aus dieser Rebe werden daher fast ausschließlich als Süßwein ausgebaut. Neben \"Alltagsweinen\" von guter Qualität finden sich darunter auch sehr hochwertige Prädikatsprodukte.

Komplexe Bouquets und lange Lagerfähigkeit

Weine aus der Huxelrebe zeichnen sich durch milde Säure, einen vollen Körper und komplexe Fruchtaromen aus. Typisch sind Aprikosen-, Maracuja- und Rhabarbernoten, bei Prädikatsweinen kommen Muskattöne vor. Sie sind von hell- bis goldgelber Farbe und sehr gut lagerfähig. Ihr volles Profil entfalten sie oft erst während einer möglichst langen Lagerzeit.