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Lambrusco

Bei Lambrusco handelt es sich um eine sehr alte, rote Rebsortenfamilie, die in Italien beheimatet ist. Es wird vermutet, dass Lambrusco bereits zu Zeiten der Etrusker kultiviert wurde. Zur Familie der Lambrusco Reben gehören über 60 Varietäten, deren bekannteste Vertreter die Sorten Lambrusco Salamino, Lambrusco Maestri, Lambrusco Grasparossa und Lambrusco Sorbara sind.

Die mit Lambrusco Reben bestockte Rebfläche beläuft sich in Italien auf über 10 Tausend Hektar. Angebaut wird Lambrusco vor allem in der Weinregion Emilia-Romagna, aber auch in der Lombardei, Apulien, Sizilien und dem Piemont finden sich Anbauflächen. Über Italiens Grenzen hinaus wird 

Lambrusco ein perlender Rotwein

In Italien werden aus den Lambrusco Trauben vor allem perlende, fruchtige Rot- und Roséweine (= Lambrusco Frizzante) hergestellt. Noch vor einiger Zeit wurden diese Lambrusco Frizzante als echte Massenprodukte produziert und durften in keinem italienischen Lokal als Alltags-Getränk fehlen. In heutiger Zeit besinnt man sich wieder verstärkt auf die Qualitäten des traditionellen Lambrusco-Weines.

Von trocken bis lieblich

Dieser Wein wird relativ trocken ausgebaut und besitzt einen typischen, fruchtig-bitteren Geschmack und hat nichts mit dem meist klebrig-süßen Massenprodukt Lambrusco gemein. So vermag der traditionelle Lambrusco-Anbau hervorragende Weine zu liefern, die sehr gut mit der einheimischen Küche harmonieren. Solche Weine werden z.B. unter den Herkunftsbezeichnungen Lambrusco di Castelvetro, Lambrusco di Sorbara und Lambrusco di Salamino di Santa Croce von kleineren Winzerbetrieben angeboten. Aus Lambrusco Trauben werden jedoch nicht ausschließlich Perlweine, sondern auch leckere Stillweine gekeltert. 

Lambrusco eigentlich nur noch in Argentinien kultiviert

Lambrusco Weine zeichnen sich durch ihre intensive rote Farbe und einen geringen Alkoholgehalt, der laut DOC-Vorgabe bis maximal 10,5 Vol.% betragen darf, aus. Sie duften im Allgemeinen nach Kirschen und Erdbeeren, sind arm an Tannin, besitzen eine erfrischende Säure und schmecken – wie bereits erwähnt – leicht bitter.