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Traminer

Traminer ist ein Sammelbegriff für Varianten einer Rebsorte, die entweder als Roter Traminer, gelbrötlicher&nbsp Gewürztraminer oder als weißer Savagnin vorkommt.

Der Begriff wird aber auch, meist außerhalb des deutschsprachigen Raumes als Synonym für den Gewürztraminer benutzt. Namensgeber ist der Ort Tramin in Südtirol, wo auch heute noch viel Gewürztraminer angebaut wird.

Das bedeutendste Anbaugebiet ist inzwischen jedoch das Elsass, neben Baden, der Pfalz und Sachsen. In Österreich ist der Ort Klöch in der Südoststeiermark aufgrund einer geologischen Besonderheit eine Traminerhochburg. Rund um Tramin, im bereits früh besiedelten Etschtal wurde der Traminer wohl erstmals um 400 v. Chr. zur Zeit der Räter angebaut. Bei den Gelagen römischer Herrscher war  genauso beliebt wie im Mittelalter bei den Herrschern nördlich der Alpen. Schließlich gehörte der Traminer lange Zeit zur höfischen Tischkultur des österreichischen Kaiserhauses. Seit dem 19. Jahrhundert wird ein Nachfahre der ursprünglichen Traminer-Rebe wegen seines betörend würzigen Duftes \"Gewürztraminer\" genannt.

Die Beeren der Gewürztraminer-Traube sind von einer eher rotgrauen Farbe, sie sorgen für gold schimmernden Wein mit dem unverkennbaren Duft nach Rosen und Muskat. Die Trauben sind anspruchvoll und ertragsarm und nur dann vielversprechend, wenn sie bei voller Reife geernet werden. Daher trifft man häufig auf Gewürztraminer Spätlese oder Auslese-Weine.