A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z

Valpolicella

Die Valpolicella-Weine stammen aus dem gleichnamigen Weinanbaugebiet in der Region Venetien. Die Appellation bringt neben zwei DOC-Weinen auch zwei DOCG-Erzeugnisse. Bei den DOCG-Weinen handelt es sich um einen Amarone sowie einen süß ausgebauten Recioto. Die meisten klassischen Valpolicellas sind jedoch leichte Sommerweine, die vorwiegend jung getrunken werden. 

Klassischer Valpolicella - leichter Sommerwein mit Frucht- und Nussaromen

Die Weine der Region changieren seit jeher zwischen Klasse und au hohe Erträge fokussierte Massenproduktion. Durch diese Widersprüchlichkeit hat die Bedeutung der Valpolicellas in den letzten Jahren etwas abgenommen. Hinzu kommt, dass in der venetischen Region viele Winzer ihre besten Trauben für die Erzeugung von hochwertigen Amarones und Reciotos reservieren. In ihren besten Qualitäten sind Valpolicellas delikate, kirschfruchtige Weine mit leichten Nuss- und Bittermandeltönen.

Ihr Gesamtbild wird sehr stark vom jeweiligen Terroir, seinen klimatischen Bedingungen und seiner Bodenbeschaffenheit geprägt. Beispielsweise sind die Erzeugnisse des im Hinterland von Verona und auf der Hochebene von Sant\' Ambrogio gelegenen Valpolicella Classico deutlich reichhaltiger als die Weine anderer Bereiche, da in diesen Lagen eine Massenproduktion nicht möglich ist. Valpolicellas bestehen immer aus einem Cuvée aus verschiedenen roten Sorten.

Die Hauptrebsorten für seine Produktion sind Corvina Veronese, Rondinella und Molinara. Als Nebensorten spielen Barbera, Sangiovese, Negrara und andere lokale Sorten eine Rolle. 

Amarones und Reciotos - Spitzenerzeugnisse aus Venetien

Eine Sonderstellung nehmen die regionalen Amarones und Reciotos ein, die auch abgesehen vom DOCG-Status in der Regel das obere Qualitätssegment besetzen. Amarones werden aus teilgetrockneten roten Trauben gekeltert und trocken ausgebaut, nach dem Abschluss der alkoholische Gärung müssen sie mindestens drei Jahre im Holzfass reifen. Mit einem Alkoholgehalt zwischen 14 und 17 Prozent sind sie schwer und ausgesprochen alkoholreich.

Sie entfalten komplexe Bouquets, in denen sich fruchtige und bitter-herbe Nuancen die Waage halten. In ihren besten Qualitäten zählen sie zu den größten internationalen Weinen. Das Gleiche trifft auf die süß ausgebauten Reciotos zu, bei denen - anders als bei den Amarones - die alkoholische Gärung vorzeitig unterbrochen wird, um diesen Weinen ihre aromatische Restsüße zu erhalten.