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Verdicchio

Verdicchio ist eine weiße Rebe, die ihren Ursprung in Mittelitalien hat. Ihre Wurzeln liegen vermutlich in der Familie der Trebbiano-Greco-Reben. Im italienischen Weinbau spielt sie schon seit der Zeit der Etrusker eine Rolle. Heute wird sie in verschiedenen Weinregionen auf dem italienischen Festland sowie auf Sardinien kultiviert.

In den heutigen DOC-Regionen Castelli di Jesi und Matelica  werden bereits seit dem 14. Jahrhundert aus den Trauben dieser Rebe Weißweine gekeltert, die heute oft als Synonyme für diesen Weintyp gelten.

Komplexe Säure, intensive Fruchtaromen

Sortenreine Verdicchios entfalten intensive Fruchtaromen nach Pfirsich, Apfel oder nicht völlig reifem Obst. Aufgrund ihres hohen Säuregehaltes eignen sie sich hervorragend zur Herstellung von Schaumwein und bildeten ursprünglich die Grundlage der italienischen Schaumweinproduktion. Die meisten Verdicchio-Weine werden heute im Stahltank ausgebaut und reifen später in der Flasche weiter. Nur einige wenige Winzereien bauen diesen Weißwein auch im Barrique-Fass aus. Die Weingüter verkaufen meist mehrere unterschiedliche Qualitäten, deren Spektrum von unkomplizierten Alltagsweinen bis zu internationalen Spitzenweinen reichen kann.

Abgerundete Profile durch längere Lagerzeiten

Hochwertige Weine aus dieser Rebe entfalten komplexe, vollmundige Bouquets. Neben Fruchtnuancen zeigen sie je nach Terroir auch mineralische Aromen. Sie sollten auf keinen Fall zu jung getrunken werden. Zwei bis drei Jahre Flaschenreifung bringen das Profil dieser Weine erst voll zur Geltung.

Bei Spitzenerzeugnissen kann die optimale Lagerzeit auch fünf bis sieben Jahre dauern. Ein herausragender Vertreter dieses Weintyps ist übrigens der Barrique-gereifte Cambrugiano aus der Matelica-Region, der durch besonders große Dichte und sehr feine Säure überzeugt.