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Weinetikett

Das Weinetikett soll dem Verbraucher grundlegende Informationen über die Herkunft und die Eigenschaften geben. Sowohl durch EU-Recht als auch das deutsche Weinrecht ist es für alle Weinbehälter mit einem Volumen unter 60 Litern zwingend vorgeschrieben. 

Die Pflichtangaben auf dem Weinetikett



Die Pflichtangaben müssen auf den Etiketten im gleichen Sichtbereich erscheinen. Hierzu gehören: 

- Verkehrsbezeichnung: Wein, Perlwein, Sekt

- Qualitätsstufe: Landwein, Qualitätswein, Prädikatswein. Vorgeschrieben sind die Qualitätsbezeichnungen des jeweiligen nationalen Weinrechts. 

Herkunftsangabe: Landweine dürfen ohne konkrete geografische Angabe gehandelt werden, sie sind dann beispielsweise als Weine aus der Europäischen Gemeinschaft deklariert. Für Qualitäts- und Prädikatsweine ist eine geschützte Ursprungsangabe oder Ursprungsbezeichnung vorgeschrieben. Im zweiten Fall erfolgt die Verarbeitung des Weines ausschließlich in seinem Herkunftsgebiet. 

Prüfungsnummer: für Qualitäts- und Prädikatsweine sowie Sekt.

Abfüller inklusive Ortsangabe: gegebenenfalls in durch eine Kennziffer kodierter Form. 

- Geschmacksangabe: nur bei Sekt. 

- Alkoholgehalt: in Volumenprozent.

Nennfüllmenge 

Im Wein enthaltene Allergene: Schwefeldioxid mit einem Gehalt von mehr 0,10 mg/l, Zusätze auf Basis von Milch und/oder Ei mit einem Gehalt von mehr als 0,25 mg/l. 

Losnummer des Herstellers oder amtliche Prüfnummer des Weins 

Die Ergänzung der Pflichtangaben durch fakultative Angaben im selben Sichtbereich ist untersagt. Grundsätzlich hat - beispielsweise bei der Kombination von geografischen Angaben und Firmennamen - die Bezeichnungswahrheit Vorrang vor der Firmenwahrheit. 

Freiwillige Angaben auf Weinetiketten

Die freiwilligen Angaben auf dem Weinetikett sind ebenfalls in der Weinbuchführung zu dokumentieren. Sie betreffen das Erntejahr, Rebsorten, Geschmacksangaben von stillem Wein oder traditionelle Bezeichnungen aus dem regionalen Weinbau. Auch detaillierte geografische Angaben oder der Name des Erzeugerbetriebes haben an dieser Stelle ihren Platz. 

Neben den fakultativen Angaben sieht das Weinrecht außerdem die sogenannten zugelassenen Angaben, die ebenfalls dem Täuschungs- und Irreführungsverbot unterliegen. In Frage kommen hier beispielsweise Informationen zur Herstellung (Cuvée, Barrique), Analysedaten (Restzucker, Säure) oder Empfehlungen zur Lagerung. Die Kennzeichnung als Bio- oder Ökowein muss getrennt von allen anderen Informationen und am besten auf einem gesonderten Etikett erfolgen.